Jagd ist Verantwortung für Wild und Lebensraum

Unser Wald ist keine Sportstätte!

Der Landesjägermeister berichtet:

Der Landesjägermeister berichtet:


Die überwiegende Mehrheit der Erholung suchenden Naturliebhaber kennt den Wert unserer Wälder und achtet den Lebensraum unseres Wildes in all seiner Mannigfaltigkeit.

Es geht hier nicht um das Festhalten an einem Standpunkt der Voreingenommenheit. Auch dann nicht, wenn wir immer wieder mahnend die Stimme erheben und betonen, dass in unserer heimatlichen Natur nur dann „alle Platz finden, wenn sie sich an Regeln halten“. Nichts desto trotz bereitet uns oberösterreichischen Jägerinnen und Jäger große Sorge, wenn wir zunehmend einen Trend hin zur Selbstgerechtigkeit und Selbstgefälligkeit feststellen müssen und vielen Waldbenutzern ein gesundes Rechtsgefühl abhanden kommt. Oder trügt der Schein, wenn wir immer wieder beobachten müssen, dass zwischen Mein und Dein, zwischen gesundem Hausverstand und Dummheit nicht mehr unterschieden wird und der Wald zur Sportstätte für zahlreiche Sportarten degradiert werden soll.

Stets sieht sich die oberösterreichische Jagd als besonderer Natur- und Lebensraumschützer und versucht mit mehr oder weniger Erfolg, eine heile Natur zu retten, um sie schließlich in ihrem Artenreichtum auch der nicht jagenden Bevölkerung zu bewahren. Auch indem er sie nachhaltig nutzt. Dieser fromme Wunsch kann nur dann Realität werden, wenn sich in der Frage der Waldnutzung Vernunft und Naturliebe auch bei der nichtjagenden Bevölkerung durchsetzen!

Abschließend darf ich auch noch darauf verweisen, dass unser gesundes Wildbret aus den heimischen Revieren ein besonderes Markenzeichen einer „Gesunden Gemeinde“ ist und ich bitte alle Jägerinnen und Jäger dieses Lebensmittel dementsprechend in ihrem Einflussbereich zu bewerben.

In diesem Sinne wünsche ich ein kräftiges Weidmannsheil und eine erfüllende Jagdzeit im Herbst!

Ihr

Sepp Brandmayr

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