Jagd ist Verantwortung für Wild und Lebensraum

Der Landesjägermeister berichtet (Dezember ’16)

Das letzte Viertel eines ereignisreichen Jagdjahres beginnt nun mit dem Jahreswechsel auf das Jahr 2017. Der Oberösterreichische Landesjagdverband und mit ihm die Jägerinnen und Jäger unseres Landes begingen das siebzigjährige Verbandsjubiläum im Rahmen eines großen Jagdkulturfestes auf Schloss Hohenbrunn, das ganz im Zeichen der Jägerfamilie stand. In Schrift, Ton und Film wurde die Bedeutung unserer Jagd für Mensch, Tier und Umwelt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beleuchtet.

Wir sehen unsere Jagd als großes Vermächtnis, das es zu bewahren und für unsere Nachwelt zu erhalten gilt. Naturschutz und Tierschutz stehen ebenso im Fokus unserer Bestrebungen, wie das Festhalten an der Weidgerechtigkeit und Gesetzgebung. Das heißt natürlich, dass wir verbessernde Änderungen nachdrücklich aufzeigen und Ungerechtigkeiten einen Riegel vorschieben wollen!

Geschehen wird das Dank eines vernünftigen und sachlichen Verhandelns zwischen Jagd, Grundbesitz und Politik. Ich bedanke mich an dieser Stelle ganz besonders bei Landesrat Max Hiegelsberger und Landwirtschaftskammerpräsident ÖR Ing. Franz Reisecker und ihren Beratungsgremien!

Eine bedeutende Entscheidung des Landesjagdausschusses wird der Schießausbildung und dem Sicherheitswesen der oberösterreichischen Jägerschaft zugutekommen: Es ist gelungen, das Grundstück, auf dem sich die Landesschießstätte Viecht befindet, für den Landesjagdverband anzukaufen. Zu den Kosten von etwa 700.000.– Euro gibt das Land OÖ eine finanzielle Unterstützung von 300.000.– Euro, wofür ich ganz besonderes Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Landesrat Max Hiegelsberger danke. Der Betrieb dieser bedeutenden Ausbildungsstätte ist damit gesichert und steht in bewährter Zusammenarbeit mit Ing. Reinhard Mayr samt seiner Mannschaft und deren Anlagen der Jägerschaft zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es Pläne, 200- und 300-Meter-Kugelstände sowie einen „laufenden Keiler“ in den nächsten Jahren zu installieren, um unseren Jägerinnen und Jägern ideale Übungsbedingungen zu gewährleisten

Abschließend erlauben Sie mir noch ein Wort zur Öffentlichkeitsarbeit unseres Verbandes. Ich bitte Sie eindringlich, niemals zu vergessen, dass das Bild des Jägers in der Öffentlichkeit zum überwiegenden Maß von uns einzelnen Jägerinnen und Jägern geprägt wird. Wir müssen den Mut aufbringen, jenen wenigen, aber wortgewaltigen Mitgliedern aus der grünen Gilde mutig entgegen zu treten, die Weidgerechtigkeit und Kameradschaft an den Wirtshaustischen gegenüber der nichtjagenden Bevölkerung oder in der Presse aufs Gröbste verletzten. Nicht über die Menschen, sondern mit den Menschen reden wir…!

In diesem Sinne Weidmannsdank allen Jägerinnen und Jägern sowie den Mitarbeitern des Landesjagdverbandes und allen Funktionären für die geleistete Arbeit! Ich wünsche von Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest, beste Gesundheit, einen guten Anblick und ein kräftiges Weidmannsheil für das Jahr 2017.

Ihr
Sepp Brandmayr

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