Jagd ist Verantwortung für Wild und Lebensraum

Der Landesjägermeister berichtet: “Vernunft und Zusammenarbeit haben gesiegt”

Mehrere Jahre der Beratung und Beobachtung bedurfte es, bis es gelang, eine über alle Parteigrenzen hinweg mitgetragene Entscheidung zu treffen: Im Verfahren um großangelegte Wildschadensforderungen wird hinkünftig eine zeitgemäße Regelung angewendet. Entscheidend ist hier der Einsatz von Fachleuten aus der Landwirtschaftskammer, die bei Bedarf als Berater eingebunden werden. Von Bedeutung ist nunmehr auch, dass der Grundeigentümer in bestimmten Fällen zur Kostenmittragung herangezogen wird.

Damit ich nicht falsch verstanden werde, die festgestellten Wildschäden werden nach wie vor gemäß OÖ. Jagdgesetz abgegolten. Bei der neuen Regelung geht es um das rechtzeitige Begegnen von Uferlosigkeit, die bis hin zur Unfinanzierbarkeit reichen kann. Wir Jäger wollen dabei aber auch keine ungerechten Forderungen stellen!

Weiters darf ich über eine höchst interessante Veranstaltung betreffend die Abschussplanverordnung über die Bewertung von Verbisseinfluss in sogenannten waldarmen Revieren berichten. In der OÖ. Landwirtschaftskammer wurde der abschließende Bericht über  dieses Thema von Universitätsprofessoren vorgetragen und begründet. Im Rahmen dieser Tagung, an der neben Agrarlandesrat Max Hiegelsberger, Kammerpräsident Franz Reisecker, wir vom Landesjagdverband, Forstleute, Grundbesitzer- und Behördenvertreter teilnahmen, wurde die OÖ. Abschussplanverordnung als vorbildlich hingestellt und eine ständig begleitende Evaluierung als zielführend gesehen.

Für das aufgehende Jagdjahr wünsche ich Ihnen allen ein kräftiges Weidmannsheil! Mit dem Wunsche einer unfallfreien und sicherheitsbetonten Jagdausübung und mit der Freude auf ein frohes Wiedersehen im Kreise der oberösterreichischen Jägerinnen und Jäger.

Ihr Sepp Brandmayr

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