Jagd ist Verantwortung für Wild und Lebensraum

Der Landesjägermeister berichtet

Die letzten Tage standen stark im Zeichen der unverständlichen und absolut abzulehnenden "Luchswilderei” im Bereich der nördlichen Kalkalpen.

Nach der außerordentlich gut verlaufenen LUKA-Sitzung (Mitglieder neben des OÖ Landesjagdverbandes (OÖ LJV): NP Kalkalpen, Naturschutzbund, WWF, Forschungsinstitut für Wildtierkunde etc.) am Vormittag des 15. April, wurden zahlreiche Stellungnahmen des OÖ LJV abgegeben. Dort haben wir uns auf gemeinsame Maßnahmen verständigt, wobei die Weiterführung des Luchsprojekts abermals ganz klar von uns bestätigt wurde. Kein anderes Bundesland ist übrigens so weit in puncto Luchs wie Oberösterreich…  In OÖ kommt der Luchs seit 25 Jahren vor und viele Jäger können mit ihm leben.

Auf Grund dieser Wilderei ist es nun fix, dass für jeden nachweislich gewilderten Luchs aus dem Projektgebiet einer nachbesetzt wird. In diesem Zusammenhang wird auch auf die dringende Notwendigkeit eines Disziplinarrechtes verwiesen, damit wir alle rechtschaffenen Jäger, die leider nur zu oft mit solchen Leuten in einen Topf geworfen werden, schützen können. Unser Vorschlag dahingehend liegt seit vier Monaten bei der Aufsichtsbehörde und wird nach deren Beurteilung und etwaigen Veränderungen selbstverständlich für alle Jäger veröffentlicht.

Der OÖ LJV mit all seinen rechtschaffenen Jägern distanziert sich ganz klar von diesem “Wilderer” und verurteilt mit scharfen Konsequenzen diese schändlichen Taten! Natürlich müssen wir die Ermittlungsergebnisse abwarten, aber wir tragen alles zu einer raschen Aufklärung bei.

Wir werden weitere Informationsveranstaltungen für die regional beteiligte Jägerschaft abhalten. Die Probleme der Jäger und Almbauern müssen aber auch unbedingt ernstgenommen werden, um illegale “Selbstjustiz” fernzuhalten. Weiters wird das Netzwerk zur Lebensraumausdehnung oder zur Verbindung in die Nachbarbundesländer intensiviert.

Ihr

Landesjägermeister ÖR Sepp Brandmayr

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