Jagd ist Verantwortung für Wild und Lebensraum

Der Landesjägermeister berichtet

2013 – Nasses Frühjahr Schuld an zahlreichen Ausfällen.
Die ersten sechs Monate des heurigen Jahres zwangen unser Wild vielfach in einen wahren Überlebenskampf.

Zahlreiche, zum Teil katastrophale Ausfälle beim Niederwild, besonders beim Fasan- und Rehnachwuchs, aber auch beim Hasen und beim Gamswild, sind die Folge nach einem feuchtfrostigen Frühjahr und einem verregneten, hochwasserträchtigen Frühsommer.

Ich habe der Landesbehörde entsprechend und ausführlich darüber Bericht erstattet und auf die Schwierigkeiten bei der Abschussplanerfüllung in jenen Gebieten nachdrücklich hingewiesen.

Unserer Jägerschaft ist es zu danken, dass durch eine Vielzahl an Hilfs- und Hegemaßnahmen Wildtiere gerettet werden konnten. Ihre Kinderstube war in vielen Revieren regelrecht zerstört.

Neben den verschiedensten Maßnahmen hilft auch die scharfe, aber weidgerechte Raubwildbejagung, um jene Tierarten, die bereits durch Lebensraumbeeinträchtigungen und eben schlechte Witterung Minimalbestände erreicht haben, zu unterstützen.

Eine weitere schwere Beeinträchtigung der geordneten Bejagung stellt in vielen Teilen unseres Landes einmal mehr die sprichwörtliche Invasion der Wildschweine dar. Hier scheuen insbesondere die Mitglieder des Schwarzwild-Unterausschusses keine Mühen, dieses Problem zu bewältigen und entsprechende Hilfen und Richtlinien für den Schwarzwildabschuss zu erarbeiten.

Dass es gilt, hier einen schmalen Grat zwischen Weidgerechtigkeit und Forderung des Grundbesitzes zu überwinden, stellt eine zusätzliche Herausforderung dar.

Ich bin aber zuversichtlich, dass es gelingt, einen gangbaren und vor allem jagdethisch vertretbaren Weg zu finden. Auf jeden Fall wird die Jägerschaft den Bauern bei der Schadensabwehr in bewährter Weise zur Seite stehen.

Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Jagdwinter, ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2014!

Mit kräftigem Weidmannsheil

Ihr

Sepp Brandmayr

 

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