Jagd ist Verantwortung für Wild und Lebensraum

Der Landesjägermeister berichtet

Wildäcker als Rückzugsräume:
Jetzt, nach und zur Zeit der Getreideernte, ändern sich die Lebensräume für unsere Wildtiere dramatisch.

Gewohnte Verstecke gibt es plötzlich nicht mehr, Unruhe macht sich breit und Nahrung finden die Tiere auch nicht mehr am angestammten Platz oder müssen andere Wege dahin finden.

In dieser intensiven Kulturlandschaft muss der Jäger einspringen, um diese Veränderungen zu kompensieren und dem Wild Nahrung und Verstecke zur Verfügung zu stellen; nicht zuletzt deshalb, um Schäden in der Forstwirtschaft z.B. durch Abfressen der Jungbaumtriebe, zu verhindern, die der Jäger zu bezahlen hat – unabhängig der Schuldfrage.

In Zusammenarbeit mit den Grundbesitzern, also den Bauern, werden Wildäcker, Wildwiesen und Hecken sowie Strauchgruppen angepflanzt. Mitfinanziert wird dies durch den OÖ Landesjagdverband, der dafür 105.000 Euro pro Jahr den Jägern Oberösterreichs in Form von Saatgut zur Verfügung stellt. Eine Fläche von 1.500 Hektar, die als Wildacker und wildfreundliche Winterbegrünung angebaut werden und bis ins Frühjahr bestehen bleiben!

Für Hecken und Waldrandgestaltungen werden über 60.000 Euro investiert. In Pflanzen: fast 55.000!

Arbeitsaufwand und Geld, die gut und nachhaltig im Sinne unserer Natur investiert sind.

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