Haar-Raubwild

Unter dem Begriff Haarraubwild versteht man jene Raubsäuger, die im Jagdgesetz angeführt sind. Der juristische Begriff „Raubzeug“ wird oft mit dem Begriff „Raub-wild“ verwechselt oder bewusst falsch verwendet. Als „Raubzeug“ werden wildernde Hunde, streunende Katzen und die Rabenvogelarten Elster, Eichelhäher, Raben- und Nebelkrähe angeführt. Bei den Raubwildarten unterscheidet man Hundeartige, Katzenartige, Marderartige, Bären und Kleinbären.

 
Kleines Wiesel, Mauswiesel

Kleines Wiesel, Mauswiesel (Mustela nivalis):
Das Mauswiesel zählt, ebenso wie sein größerer Verwandter das Hermelin, zur Familie der Marderartigen. Der langgestreckte Körper des Mauswiesels ist äußerst beweglich.

> weiter
 
Baummarder, Edelmarder

Baummarder, Edelmarder (Martes martes):
Der Baummarder hat dichtere, längere und weichere Grannenhaare als der Steinmarder. Die Unterwolle ist gelblich. Die Sohlen seiner Branten sind behaart. Sein Körper ist schlanker und hochläufiger als der des Steinmarders. Auch sein Kopf wirkt schlanker, spitzer und höher. Die Gehöre sind länger und dreieckig. Der Kehlfleck des Baummarders ist meist dottergelb bis orangefarben und unregelmäßig, zum Teil in Einzelflecken aufgelöst. Von dieser Regel gibt es jedoch leichte Abweichungen. Der Nasenspiegel des Edelmarders ist braun gefärbt.

> weiter
 
Steinmarder

Steinmarder (Martes foina):
Der Steinmarder hat einen schlanken, gedrungenen, kurzläufigen Körperbau (Kopf-Rumpf-Länge 40 – 50 cm) und eine 21 – 27 cm lange, buschige Rute. Rüden werden größer und schwerer als Fähen. Der Kopf ist relativ kurz, ca. 6 cm breit und sehr flach. Die Ohren sind kurz, breit und abgerundet. Das Fell hat eine grau- bis schwarzbraune Grannenfärbung, die Unterwolle schimmert weiß durch. Sein weißer Kehlfleck ist zu den Vorderbeinen hin gegabelt. Der Nasenspiegel des Steinmarders ist meist fleischfarben. Die Sohlen der Pfoten sind unbehaart.

> weiter
 
Dachs

Dachs (Meles meles):
Der Dachs gehört zur Familie der Marderartigen und ist somit u. a. mit dem Hermelin, dem Mauswiesel, dem Iltis, dem Edel- und dem Steinmarder als auch dem Fischotter verwandt. Mit einem Gewicht von bis zu 15 kg (im Herbst bis zu 20 kg möglich) und einer Kopf-Rumpf-Länge von 64-88 cm ist der Dachs der schwerste Vertreter dieser Familie. Durch den nach hinten gedrungenen Körper und die kurzen Beine (Widerristhöhe 30 – 35 cm) wirkt er etwas plump. Der lange, schlanke Kopf mit der rüsselartigen Nase weist eine charakteristische Zeichnung auf:

> weiter
 
Fischotter

Fischotter (Lutra lutra):
Der Fischotter, ein Vertreter der Marderartigen, lebt in der Regel als Einzelgänger und ist dämmerungs- und nachtaktiv. Otterfähen werden bis zu 7 Kilo schwer, Rüden bis zu 12 Kilo. Sie sind dunkelbraun und etwa fuchsgroß (Kopf-Rumpf-Länge 60 – 95 cm). Typisch ist die massige durchgehend muskulöse und dichtbehaarte Rute, ebenso wie die Zehen, die mit Schwimmhäuten verbunden sind.

> weiter
 
Großes Wiesel, Hermelin

Großes Wiesel, Hermelin (Mustela erminea):
Das Hermelin zählt, ebenso wie sein kleinerer Verwandter das Mauswiesel oder kleines Wiesel (Mustela nivalis), zur Familie der Marderartigen. Der langgestreckte Körper des Hermelins ist äußerst beweglich. Gemeinsam mit dem Mauswiesel zählt es zu den kleinsten Raubsäugetieren. Der Balg ist oberseits braun, die Unterseite weißlich, die Trennlinie dazwischen – im Gegensatz zum Mauswiesel – scharf. Das Hermelin ist im Winter bis auf die schwarze Rutenspitze rein weiß.

> weiter
 
Iltis, Waldiltis

Iltis, Waldiltis (Mustela putorius):

Der zur Familie der Marderartigen zählende Iltis ist vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Rüden werden zwischen 1 und 1,5 Kilo schwer, Fähen nur rund 0,75 Kilo. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt zwischen 35 und 46 cm. Charakteristisch ist vor allem die Gesichtsmaske. Zwischen Sehern und Gehören setzen sich helle weißliche Streifen vom sonst dunkelbraunen Kopf ab. Bei Bedrohung oder Aufregung entleert der Iltis sein stark riechendes Analdrüsensekret, was manchen Feind vom Angriff abhält.

> weiter
 
Luchs

Luchs (Lynx lynx):
Der Luchs ist eine hochläufige Katze mit einer Widerristhöhe von 60 – 75 cm. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 80 – 130 cm. Der Kuder erreicht im Schnitt eine Masse von 23 Kilo (bis 32kg), die Luchsin wiegt um die 18 Kilo. Typisch für den Luchs ist die Stummelrute, die eine Länge von rund 20 cm erreicht und im letzten Drittel immer schwarz ist. Die Fellfärbung und Fleckung variiert von Tier zu Tier und kann zwischen rotbraun bis graugelb liegen, wobei im Sommer die rötlichbraune und im Winter die bräunlichgraue Färbung vorherrscht. Die Flecken können sich deutlich schwarz abheben oder zum Teil völlig verwaschen sein.

> weiter
 
Wildkatze

Wildkatze (Felis sylvestris):
Im Unterschied zur wildfarbenen Hauskatze, mit der die Wildkatze leicht verwechselt werden kann, weist letztere meist eine verwaschene Fellzeichnung auf. Weiters wirkt die Wildkatze vom Körperbau massiver, der Nasenspiegel ist immer hell fleischfarben und die buschige und stumpf endende Rute weist deutlich abgesetzte dunkle Ringe auf. Auch die Barthaare sind kräftiger als die der Hauskatze und weiß. Diese Merkmale sind jedoch nur Hinweise, denn eindeutig läßt sich die Wildkatze nur Schädelmorphologisch und genetisch nachweisen. Bastarde zwischen Haus- und Wildkatzen sind möglich und u.a. eine große Gefahr für die Art Wildkatze.

> weiter
 
Rotfuchs

Rotfuchs (Vulpes vulpes):
Der Fuchs gehört zur Familie der Hundeartigen. Seine Kopf-Rumpf-Länge beträgt 80 – 90 cm und seine Widerristhöhe nur 35 – 45 cm, wobei die Fähe in der Regel kleiner ist als der Rüde. Dadurch ist er äußerst wendig und schnell und kann sich ausgesprochen gut anpirschen. Der Balg des Fuchses ist an der Oberseite gelbrot, die Bauchseite ist heller. Die Lunte weist sehr lange Grannenhaare auf und die Luntenspitze ist weiß gefärbt („Blume“). Die Gehöre und die Vorderseite der Pfoten sind schwarz. Allerdings gibt es kaum zwei Füchse, deren Fell genau gleichgefärbt ist. Der Fellwechsel findet nur einmal im Jahr, und zwar im Frühjahr (April - Mai) statt.

> weiter
 
Wolf

Wolf (Canis lupus):
Der zur Familie der Hundeartigen zählende Wolf und Urahn unserer Haushunde, kann sehr unterschiedlich gefärbt sein und reicht von weiß über rötlich bis schwarz. Das Fell der europäischen Tiere ist meist graubraun dunkelgelbbraun, im Winter heller und wesentlich dichter. Der Rüde erreicht ein Gewicht von etwa 45 Kilogramm, die Wölfin etwa 35.
Die tag- und nachtaktiven Tiere leben und jagen einzeln, in Paaren, in Familienverbänden oder in Großrudeln. In Rudeln herrscht eine hoch entwickelte soziale Organisation, wobei es hier eine spezifisch männliche und spezifisch weibliche Rangordnung gibt. Alle Rudelmitglieder kümmern sich um die Jungenaufzucht.

> weiter
 
Marderhund

Marderhund (Nyctereutes procyonoides):
Der Marderhund, der zur Familie der Hundeartigen gezählt wird, ähnelt in Gestalt, Gesichtszeichnung und Haarkleid dem Waschbären. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 50 bis 80 cm und ein Gewicht von 4 bis 6 Kilo, wobei im Herbst Fettvorräte für die unter Hundeartigen einmalige Winterruhe angelegt werden und so bis zu 10 Kilo erreicht werden können. 

> weiter
 
Braunbär

Braunbär (Ursus arctos):
Als eine der größten an Land lebenden Raubwildarten lebt der Braunbär als meist dämmerungs- und nachtaktiver Einzelgänger. Lediglich die Bärin mit ihren Jungtieren lebt in sogenannten Mutterfamilien.
Von Oktober bis März halten Bären Winterruhe und zehren von ihren Fettreserven.
Trotz vielleicht furchterregendem Fleischfressergebiss sind Bären Allesfresser. Neben Beeren, Früchten, Wurzeln und Samen, nehmen sie Wirbellose, Fisch, Amphibien, Vögel und deren Eier sowie Säugetiere und Aas auf.

> weiter
 
Waschbär

Waschbär (Procyon lotor):
Der Waschbär ist ein Kleinbär mit dichtem, überwiegend grauem Balg und deutlich hervortretender schwarzer Gesichtsmaske. Die Rute, die dunkle Ringe aufweist, ist rund 30 cm lang. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 40 bis 70 cm und ein Gewicht von 5 bis 8 Kilo, ist aber im Herbst deutlich schwerer als im Frühjahr. Während der Wintermonate hält der Waschbär eine Winterruhe.

> weiter