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Der Landesjägermeister berichtet Drucken E-Mail

Die oberösterreichische Jagd verdient ihre Anerkennung als Volksgut

Über Jahrhunderte fixer Bestandteil des Gesellschaftsbildes wird die heimische Jagd auch heute und in Zukunft eine tragende Säule in unserem Kulturkreis bilden. Der Frage nach dem Selbstbewusstsein und nach dem Rollenverständnis der Jägerinnen und Jäger in der Gegenwart werden sich diese schon aus eigenem Antrieb unaufhaltsam stellen müssen, wollen sie dazu beitragen, dem Weidwerk eine Zukunft zu schenken.

 

 

Aus diesem Anlass setzt der Oberösterreichische Landesjagdverband in den nächsten Monaten Schwerpunkte in der Öffentlichkeitsarbeit. Er verleiht damit einer Debatte um  Weidgerechtigkeit in Wort und Tat besonderes Gewicht.
Im Verbandsorgan DER OÖ JÄGER, in der Programmgestaltung des Jagdlichen Bildungs- und Informationszentrums, in der elektronischen Kommunikation und im öffentlichen Auftreten der Verbandsfunktionäre und Mitarbeiter wird schwerpunktmäßig auf die Aufgaben der Jägerschaft als Körperschaft und personenbezogen dem neuen Leitbild gemäß eingegangen.


Die Gründe dieser Bestrebungen liegen in nicht unbedeutender Weise bei uns Jägern selbst: Besonders im Verlauf der letzten Jahre fällt vielfach ein  empfindliches Abweichen von traditionellen Werten auf. Die Jägersprache erlebt einen Niedergang, die Sitten und Gebräuche des jagdlichen Alltags werden in ihrem sprachlichen und bildlichen Ausdruck Allerweltsfloskeln geopfert und die Identifikation mit dem Begriff Heimatliebe fällt vielen zusehends schwerer.
Hier muss, bei allem Respekt vor einem vernünftigen Zeitgeist, vor der Moderne sozusagen, warnend die Hand erhoben werden.

Ein Kulturgut, das Jahrtausende und dort zahlreiche Epochen überstanden hat, darf nicht einer rücksichtslosen Globalisierung, aus welchen Gründen auch immer, geopfert werden.

Daher stehen wir österreichischen und in unserem Fall wir oberösterreichischen Jägerinnen und Jäger zur vernünftigen Pflege der Jägersprache, zu unserem angestammten „Grünen Gewand“ und zur Erhaltung eines würdigen Lebensraumes für Wildtiere und Menschen.


Ihr Sepp Brandmayr