Jagd ist Verantwortung für Wild und Lebensraum

Jagdland OÖ

Oberösterreich ist auf Grund seiner landschaftlichen Vielfalt jagdlich äußerst interessant. Das Alpenvorland, das Mühlviertel und die Flyschzone mit zusammen rund 75 % der Landesfläche von insgesamt 11.979 km2 machen Oberösterreich innerhalb des Bundesgebietes zum Spitzenrehwildland.

Der Gebirgsanteil der Kalkalpen mit rund 25 % der Landesfläche – Pyhrn-Eisenwurzen, Almtal und Salzkammergut – beherbergt weiters Rotwild, Gams, Auer- und Birkwild. Im Zentralraum, im Inn- und Hausruckviertel und in der Donauniederung des Mühlviertels gilt die Niederjagd Hasen, Fasanen und Enten und bescheiden, aber wieder zunehmend, dem Rebhuhn.

Laut Statistik Austria 2014/2015 jagten in 954 oberösterreichischen Jagdgebieten im Jagdjahr 2014/2015 18.320 Jäger mit gültiger Jagdkarte, das sind etwa 15 % der österreichischen Jäger. Interessant und zugleich erfreulich ist, dass der Trend der letzten Jahre bezüglich Frauenanteil in der Jagd weiter anhält. So jagen schon über 1.700 Frauen in oberösterreichischen Revieren, in manchen Bezirken bereits beinahe 10%.

Fast alle Genossenschaftsjagden und Eigenjagden sind in der Hand heimischer Jäger, nur 3 (!) Jagdreviere sind nicht an Österreicher verpachtet.

Wer darf in Oberösterreich jagen?

Jagen in Oberösterreich ist kein Privileg. Die Vorraussetzung dafür ist die oberösterreichische Jagdkarte. Um diese zu erlangen, muss der Nachweis eines entsprechenden theoretischen und praktischen Wissens über Jagdrecht, Wildkunde, Wildökologie und Grundzüge der Land- und Forstwirtschaft, Waffen- und Schiesskunde, Jagdhunde, angewandter Naturschutz usw. erbracht werden.

Im Sitz des oberösterreichischen Landesjagdverbandes, Schloss Hohenbrunn bei St. Florian, werden überdies hinaus regelmäßig Seminare und Lehrveranstaltungen angeboten.

Momentan gibt es über 19 000 Besitzer einer gültigen oberösterreichischen Jagdkarte, die auf einer Fläche von 11.979 km2 in über 950 Jagdrevieren jagen.

Von diesen Jägern entfallen 35% auf Arbeiter und Angestellte, 5% auf Selbstständige, 10% auf Land- und Forstwirte, 25% auf Pensionisten, 5% auf Beamte, 1% auf Ärzte und Rechtsanwälte und 19% auf Sonstige bzw. haben keine Angaben gemacht (siehe Abbildung).
Daraus ergibt sich, dass die Jagd heute keineswegs ein Privileg eines bestimmten Standes oder eines großen Geldbeutels ist.

 

 

 

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