Jagd ist Verantwortung für Wild und Lebensraum

Bezirksjägertag Ried

 

Die Neuwahl der Bezirksgruppe Ried des OÖ. LJV war Ausdruck der großen Geschlossenheit der Rieder Jägerinnen und Jäger: LJM-Stv. Rudolf Wagner wurde ohne Gegenstimme in seinem Amt als Bezirksjägermeister bestätigt; auch alle anderen Funktionäre wurden einstimmig gewählt.



LJM-Stv. BJM Rudolf Wagner begrüßte zum Bezirksjägertag 2013 am 9. Februar im Keine-Sorgen-Messesaal in Ried zahlreiche Ehrengäste, im Besonderen NRAbg. Peter Mayer, Landtagspräsident Friedrich Bernhofer, LJM ÖR Sepp Brandmayr, Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Franz Pumberger, BBK-Obmann Josef Diermayer und BBK-Leiter DI Dr. Max Schneglberger, die BJM Johann Priemaier (Braunau) und Rudolf Kapsammer (Grieskirchen), Ehren-BJM Kons. Hermann Kraft (Schärding), Hans Haslinger und Wolfgang Pentz (Jagdschutz- und Jägerverband Griesbach/Rottal), DI Hanspeter Haferlbauer und DI (FH) Rudolf Auinger vom Forstdienst, Jagdsachbearbeiter Josef Hörandner, Bezirkspolizeikommandant Oberst Josef Kasinger, Oberstleutnant Ing. Martin Bogenreiter (PzGrenB 13) sowie vom OÖ. LJV Geschäftsführer Mag. Christopher Böck und Helmut Sieböck. Das Totengedenken galt: Johann Kollmer (82), Taiskirchen; Dr. Ernst Pernegger (88), Neuhofen; Karl Fruhstorfer (66), Lohnsburg; Josef Dallinger (70), Eberschwang; Josef Kallinger (84), Tumeltsham; Franz Wageneder (79), Taiskirchen; Rudolf Ott (77), Utzenaich; Adolf Litzlbauer (77), Mettmach; Johann Schrattenecker (89), Senftenbach; Johann Prenninger (80), Reichersberg; Johann Wöllinger (83), Hohenzell.

  

Bezirkshauptmann Dr. Franz Pumberger berichtete, dass von den insgesamt 21 Jagdgebieten, in denen im Vorjahr Verbissbeurteilungen erfolgt sind, 20 in Stufe I und nur eines in Stufe II klassifiziert wurden. Dies ist eines der besten Ergebnisse seit Einführung der Abschussplanverordnung, wenngleich die Vergleichbarkeit eingeschränkt ist, da diesmal 17 Jagdgebiete als nachhaltige „Einser-Jagden“ nicht beurteilt wurden. Der Bezirkshauptmann informierte über einen personellen Wechsel im Forstdienst, wo DI (FH) Rudolf Auinger die Nachfolge von Bezirksförster Christian Brunner angetreten hat. Er dankte zum Ende der Funktionsperiode dem BJM und dem gesamten Bezirksjagdausschuss für die engagierte und verantwortungsvolle Arbeit.

DI Hanspeter Haferlbauer, Leiter des Forsttechnischen Dienstes bei der Bezirkshauptmannschaft, sprach ebenfalls von einem sehr guten Ergebnis der Verbissbeurteilungen. Er empfahl, auch in nachhaltigen „Einser-Jagden“ mit der Begehung nicht öfter als einmal auszusetzen, damit nichts aus dem Ruder laufe. Er sei jedenfalls froh, in Ried zu arbeiten – „einem Bezirk, in dem es ruhig und geradlinig hergeht“, so Haferlbauer.

BBK-Obmann Josef Diermayer schloss sich dem Appell an, mit den Begehungen höchstens einmal zu pausieren, um keine negativen Überraschungen zu erleben. Es gelte, die Abschussplanverordnung auch weiterhin mit Hausverstand umzusetzen. Einmal mehr forderte Diermayer den Naturschutz auf, hinsichtlich der Jagd auf Schwarzwild in den Innauen Bewegung zu zeigen, da ansonsten Probleme bei der Verpachtung von Jagden nicht auszuschließen seien. Erhebliche Schäden beklagt die Landwirtschaft auch durch Krähen und zunehmend durch Wildgänse.

BJM LJM-Stv. Rudolf Wagner berichtete, dass im Bezirk Ried derzeit 913 Personen eine Jagdkarte besitzen. Die Jagdfläche verteilt sich auf 37 Genossenschaftsjagdreviere (rund 55.200 ha) und neun Eigenjagden (rund 1700 Hektar). Auffallend an der Strecke des abgelaufenen Jagdjahrs ist vor allem das Schwarzwild, von dem 103 Stück erlegt wurden (41 männliche, 62 weibliche). Das entspricht fast genau der Strecke von 2010 (107 Stück), während im Jahr 2011 nur 26 Stück erlegt worden waren. Die Schwarzwildabschüsse verteilen sich auf 20 Jagdreviere. Die festgesetzten Abschüsse beim Rehwild wurden mit 4390 Stück mehr als erfüllt (102 %). Beim Niederwild hat sich der Hasenbesatz weiter leicht erholt, der Fasanenbesatz stagniert.

 Jahresstrecke Jagdjahr 2012/2013 – Bezirk Ried:

Abschuss und Fallwild
Vorjahr

Rehwild
4390
4510

Schwarzwild
103
26

Hasen
4292
3838

Füchse
455
362

Marder
249
187

Dachse
92
104

Iltisse
48
54

Wiesel
89
87

Fasane
2432
2420

Rebhühner
8
17

Wildenten
2436
2009

Wildgänse
16
17

Wildtauben
332
387

Waldschnepfen
60
50

Bezirkshundereferent Adolf Hellwagner berichtete über ein reges Prüfungswesen; so wird etwa der Innviertler Jagdgebrauchshundeklub heuer eine Anlagenprüfung in Neuhofen, eine Schweiß-Sonderprüfung in Pramet und eine Vollgebrauchsprüfung in Antiesenhofen abhalten. Der alljährliche Hundeführerkurs hat bereits im Februar wieder begonnen. Hellwagner unterstrich, dass der Bezirk mit knapp 200 Jagdhunden zahlreicher Rassen gut abgedeckt ist.

Ludwig Ortmaier, Hornmeister der Jagdhornbläsergruppe Innkreis und Viertelobmann für das jagdliche Brauchtum, teilte mit, dass die Gruppe derzeit 17 aktive Bläser umfasst; zwei bis drei weitere Bläser wären willkommen. Unter den Aktivitäten im Jahreslauf war diesmal auch ein Jagdhornbläserseminar für alle drei Innviertler Bezirke in Altheim. Einen Höhepunkt wird heuer der Jagdhornbläserwettbewerb am 14./15. Juni im Stift Reichersberg darstellen. Die Umrahmung des Bezirksjägertages war erneut ein klangvoller Beweis für das hohe musikalische Niveau der JHBG Innkreis.

Auszeichnungen: Beste Rehbocktrophäen: Wuchsgebiet I: Gold: Kurt Hinterholzer, Taiskirchen (124,95 IP); Silber: Rudolf Reifeltshammer sen., Andrichsfurt (123,40); Bronze: Ernst Graf Blankenstein, St. Martin (121,80). – Wuchsgebiet II: Gold: Josef Pumberger, Eberschwang (141,23); Silber: Johann Gadermeir, Lohnsburg (134,43); Bronze: Josef Bohninger, Eberschwang (129,40) und Norbert Knoblinger, Pattigham (125,70).

Goldene Brüche:  Max Hörmandinger, Andrichsfurt; Josef Jöchtl, Eberschwang; Rudolf Reiter, Eberschwang; Georg Ornetsmüller, Mettmach; Franz Sternbauer, Neuhofen; Alois Burgstaller, Taiskirchen. 

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Ehrennadel für 60-jährige Jagdausübung: Ferdinand Kaltenböck, Antiesenhofen; Johann Dürnberger, Geiersberg; Engelbert Gurtner, Geinberg; Johann Moser, Pattigham. 

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Raubwildnadel: Walter Straif, Andrichsfurt; Josef Gattermaier, Mühlheim; Konrad Pointecker, Utzenaich.

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Urkunde für besondere Verdienste um die heimische Jagd: Georg Schneider, Geinberg.

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Neuwahl: BJM LJM-Stv. Rudolf Wagner, Antiesenhofen; BJM-Stv. Manfred Schabetsberger, Gurten; Delegierter zum OÖ. LJV Ing. Andreas Gasselsberger, St. Martin; Delegierter-Stv. Michael Anzengruber, Taiskirchen; Mitglieder des Bezirksjagdausschusses: OAR Heinrich Floß, Kirchheim; Josef Haslinger, Pramet; Bezirkshundereferent Adolf Hellwagner, Geiersberg; Franz Mayr, Utzenaich; Johann Prenninger, Reichersberg; Gerhard Schöberl, Pramet; Xaver Zweimüller, Eberschwang.

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Mit dem Silbernen Ehrenzeichen des OÖ. LJV wurde LJM-Stv. BJM Rudolf Wagner ausgezeichnet.

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Das Bronzene Ehrenzeichen des OÖ. LJV erhielt der scheidende BJM-Stv. Josef Grahamer.

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Nach einer Ansprache von Landtagspräsident Friedrich Bernhofer und einem viel beachteten Referat von LJM ÖR Sepp Brandmayr klang der bestens besuchte Bezirksjägertag mit dem gemeinsam gesungenen „Hoamatland“ aus.

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