Jagd ist Verantwortung für Wild und Lebensraum

Bezirksjägertag 2015

Imagepflege mit Tracht und Regeln

Die Jagdhornbläsergruppe Ulrichsberg eröffnete mit feierlichen Klängen den Rohrbacher Jägertag am 7. März in der Bezirkssporthalle.

Zuvor wurde in der Stadtpfarrkirche von Weidkamerad Pfarrer Dr. Stefan Prügl die Messe zelebriert und von den Bläsern umrahmt.

Bezirksjägermeister Dr. Hieronymus Spannocchi begrüßte die zahlreich erschienenen Ehrengäste.

Mit einer Trauerminute und dem Signal „Halali – Jagd vorbei“ wurde der im letzten Jahr verstorbenen 14 Weidkameraden gedacht: Erwin Brandstetter (90) – GJ Berg, Hermann Greindl (86) – GJ Neustift, Nikolaus Schmid (46) – GJ Aigen, Josef Traxler (72) – GJ Hofkirchen, Franz Rummerstorfer (84) – GJ Kleinzell, Engelbert Lehner (81) – GJ Niederwaldkirchen, Helmut Hölzl (88) – GJ St. Martin i.M., Horst Korntner (75) – GJ Kollerschlag, Johann Eisner (63) – GJ Kollerschlag, Augustin Natschläger (82) – GJ Öpping, Anton Pühringer (49) – GJ Hörbich, Johann Sigl (87) – GJ Schlägl, Dr. Ottokarl Finsterwalder (79) – EJ Sprinzenstein, Erwin Fastner (79) – GJ Berg.

Ehrungen und Auszeichnungen:

Ehrenurkunde des LJV für langjährig ausgeschiedene Jagdleiter:
Eggerstorfer Wilhelm – 36 Jahre Jagdleiter der GJ St. Stefan am Walde (1979-2015)
Eisner Walter – 18 Jahre Jagdleiter der GJ Schwarzenberg (1996-2014)
Engleder Berthold – 18 Jahre Jagdleiter der GJ Auberg (1996-2014)
Krenn Josef – 12 Jahre Jagdleiter der GJ Kollerschlag (2002-2014)
Pröll Hermann – 6 Jahre Jagdleiter der GJ St. Leonhard (2008-2014)
Wakolbinger Rudolf – 6 Jahre Jagdleiter der GJ Niederkappel (2008-2014)

Goldener Bruch (50 Jahre Jagdausübung)
Oskar Ernst – GJ Kirchberg, Walter Grafenauer – EJ Lichtenau, Manfred Leitner – GJ Ulrichsberg, Josef Mittermaier – GJ Schlägl, Franz Scheiblhofer – GJ Auberg, Alfred Thaller – GJ Peilstein, Franz Weiß – GJ Pfarrkirchen

Bild1_50Jahre

Anstecknadel 60 Jahre Jagdausübung
Josef Höpfler – GJ Ulrichsberg, Johann Lohr – GJ Neustift, Franz Traxler – GJ Auberg, Josef Vierlinger – GJ Kirchberg o.D.

Bild2_60Jahre

Raubwildnadel
Alois Gahleitner – GJ Hörbich, Hermann Hofer – GJ Kleinzell, Franz Kaiser – GJ St. Martin i.M., Markus Pernsteiner – GJ St. Leonhard, Johannes Pfoser – GJ Peilstein, Hermann Thaller – GJ Ulrichsberg

raubwildnadel2015

Rebhuhnnadel
Ferdinand Kerschbaumer, Landwirt St. Johann a.Wbg.

Bild3_Rebhuhnnadel2015 Bild4_Rebhuhnnadel

Jagdhornbläserabzeichen 40 Jahre
Franz Scheiblhofer – Gruppe Böhmerwald
Jagdhornbläserabzeichen 35 Jahre
Rupert Reiter, Hubert Rosenberger, Anton Scharrer, Otto Stallinger, Franz Staltner, Heinrich Staltner alle Gruppe Pfarrkirchen
Jagdhornbläserabzeichen 30 Jahre
Ewald Eckerstorfer Gruppe Pfarrkirchen
Jagdhornbläserabzeichen 10 Jahre
Franz Wiesinger Gruppe Pfarrkirchen

Insgesamt besitzen im Bezirk 896 Jäger eine gültige Jagdkarte. Jägerausbildung: Bei der Jungjägerprüfung im Juni 2014 sind 27 Kandidaten angetreten, wobei 22 die Prüfung bestanden. Alle Prüfungswerber haben am Vorbereitungskurs der Bezirksgruppe teilgenommen. 2015 hat neuerlich ein Kurs mit 28 Jungjägern und keinen Jagdschutzorganen in Sprinzenstein begonnen.

Infoblatt Statistik

Fotogalerie

Jagdhornbläser: Der BJM bedankte sich bei den 3 Gruppen Böhmerwald, Pfarrkirchen und Ulrichsberg für das Engagement, da diese die positiven Imageträger der Jagd sind.

Im vergangenen Jahr wurde ein Jagdhundeführerkurs mit sensationellen 18  Gespannen abgehalten, 15 davon bestanden die Brauchbarkeitsprüfung. Im Heurigen Jahr wird wieder ein Jagdhundeführerkurs abgehalten, der am 2. Mai 2015 beginnt. Anmeldung beim Bezirkshundereferent Manfred Leitner.

Bericht des Bezirksjägermeisters Dr. Hieronymus Spannocchi
Um das Image der heimischen Waidmänner zu verbessern, fordert der Bezirksjägermeister die Jäger auf, ihre Tracht mit Stolz zu tragen und sich an Regeln zu halten. Wir dürfen uns jagdlich 0% Fehler erlauben, um in der heutigen Gesellschaft akzeptiert zu werden. Die Jäger müssen sich in der Gesellschaft positionieren, nicht außerhalb” pflichtete ihm Herbert Sieghartleitner, der stellvertretende Landesjägermeister bei.

Eine verbotene Falle oder ein Unfall bei einer Treibjagd: Die Jäger haben es nicht immer leicht, in der Öffentlichkeit ein gutes Bild zu vermitteln. “Als Verantwortlicher ist es nicht meine Aufgabe, das Fehlverhalten Einzelner zu decken”, appellierte der BJM den mehr als 600 anwesenden Jägern an ihr Gewissen.
Weitere Forderungen beim Bezirksjägertag waren, das Jagdrecht in einigen Bereichen zu überdenken, und den Luchs auf den Abschussplan zu geben, damit bekommt er von den Jägern eine völlig andere Akzeptanz. Von den Medien verlangte er eine richtige Darstellung des Tieres, nicht als niedlichen, streichelweichen Spielgefährten, sondern als größtes heimisches Raubtier.

Als Regulierung für “Schwarze Schafe” unter Jägern sah er die Einführung einer Disziplinarkommission, die als Ebene zwischen OÖLJV und Behörde eingeführt werden könnte. Weidgerechtes Jagen wird immer wichtiger damit auch die Forderungen der Jäger akzeptiert werden und die Jagd erhalten werden kann.
Der Abschussplan beim Rehwild wurde im abgelaufenen Jagdjahr zu 100% erfüllt, sehr positiv ist auch das bei den Begehungen im letzten Jahr lauter 1er Jagden beurteilt wurden.

Bezüglich Schwarzwild gab es vor kurzem gemeinsam mit den Landwirten ein Seminar in der Bioschule Schlägl “Strategien zur Schadensminderung”. Dabei ist die Zusammenarbeit mit den Landwirten extrem wichtig, um bei akuten Schäden, rechtzeitig und gezielt eine intensive Bejagung durchzuführen. Man ist sich einig, beim Schwarzwild darf keine Hege betrieben werden, man muss überall wo es geht intensiv bejagen auch die Know-How- und Zuwachsträger dürfen nicht ausgenommen werden.

 

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