Jagd ist Verantwortung für Wild und Lebensraum

Bezirksjägertag 2018

Bezirksjägertag Rohrbach (3.3.2018)

 

Erstes Jahr als BJM von Martin Eisschiel, Scharfe Bejagung des Schwarzwildes und Wolf waren Thema

 

Die Jagdhornbläsergruppe Ulrichsberg eröffnete den Rohrbacher Jägertag am 4. März in der Bezirkssporthalle. Zuvor wurde in der Stadtpfarrkirche von Weidkamerad Pfarrer Dr. Stefan Prügl die Messe zelebriert und von den Bläsern umrahmt.

Bezirksjägermeister Martin Eisschiel begrüßte die zahlreich erschienenen Ehrengäste.

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Mit einer Trauerminute und dem Signal „Halali – Jagd vorbei“ wurde der im letzten Jahr verstorbenen 15 Weidkameraden gedacht: Franz Berger (65) – GJ Kollerschlag, Rudolf Bertlwieser (95) – GJ St. Oswald/H., Leopold Ecker (76) – GJ Lembach, August Eilmannsberger (80) – GJ Hofkirchen i.M., Johann Haudum (88) – GJ Berg, Stefan Kickinger (44) – Aigen-Schlägl, Josef Koblmüller (82) – GJ Arnreit, Franz Krammer (83) – GJ St. Martin i.M., Emmerich Lehner (94) – GJ Altenfelden, Herbert Leibetseder (72) – GJ Berg, Engelbert Rammerstorfer (80) – GJ Niederwaldkirchen, Hermann Rammerstorfer (58) – GJ Niederwaldkirchen, Ing. Josef Reder (63) – GJ Neustift i.M., Rudolf Sager (93) – GJ Kleinzell, Ing. Alfred Studener (64) – GJ Ulrichsberg.

 

Infoblatt Statistik

 

Ehrungen und Auszeichnungen:

Goldener Bruch (50 Jahre Jagdausübung)
Karl Danzer – GJ Ahorn, Walter Eisner – Schwarzenberg, Heinz-Wilhelm Fahrner – GJ Pfarrkirchen, Johann Hofbauer – GJ Helfenberg, Hermann Hofer – GJ St. Johann/Wbg., Franz Humenberger – GJ Oepping, Adolf Natschläger – GJ Oepping, Walter Pohl – GJ Niederwaldkirchen, Dr. Paul Pürgyi – GJ Stift Schlägl, Rupert Reitberger – Haslach, Max Wiesinger – GJ Peilstein, Edwin Wojta – GJ Schlägl

Anstecknadel 60 Jahre Jagdausübung
HR Dr. Wilfried Dunzendorfer – EJ Stift Schlägl, Heinrich Hofer – GJ Haslach, Adolf Plöderl – GJ Berg, Adolf Salzinger – GJ Julbach

Ehrenurkunde 70 Jahre Jagdausübung
Alois Paster – GJ Peilstein, Karl Rummerstorfer – GJ Kleinzell

Raubwildnadel
Christian Praher – GJ Altenfelden, Manfred Priglinger – GJ St. Martin i.M., Rupert Reiter – GJ Julbach, Alexander Scharrer – GJ Pfarrkirchen, Harald Weißengruber – GJ St. Veit i.M.

Rebhuhnnadel
Daniel Paleczek – GJ St. Martin i.M.

Dank und Anerkennungsurkunde langjährige ausgeschiedene Jagdleiter

Ernst Grabner – EJ Grabner-Kirchberg (1996-2017), Walter Pernsteiner – GJ St. Oswald/H. (2005-2017), Manfred Simader – GJ St. Martin i.M. (2002-2016)

Dank und Anerkennungsurkunde

Herbert Stelzer – GJ Schönegg (Schwarzwildproblematik)

Jagdhornbläserabzeichen 50 Jahre
Georg Eckerstorfer – Gruppe Böhmerwald

Jagdhornbläserabzeichen 25 Jahre
Christian Harding, Alois Lackner – beide Gruppe Böhmerwald

 

Insgesamt besitzen im Bezirk 951 Jäger eine gültige Jagdkarte, darunter 64 Jägerinnen.

Jägerausbildung: Bei der Jungjägerprüfung im Mai 2017 sind 27 Kandidaten angetreten, wobei 26 die Prüfung bestanden. Alle Prüfungswerber haben am Vorbereitungskurs der Bezirksgruppe teilgenommen. 2018 hat neuerlich ein Kurs mit 28 Jungjägern und 7 Jagdschutzorganen in Sprinzenstein begonnen.

Jagdhornbläser: Der BJM bedankte sich bei den 3 Gruppen Böhmerwald, Pfarrkirchen und Ulrichsberg für das Engagement, insbesondere bei JHBG Ulrichsberg für die musikalische Gestaltung des Jägertages.

Im vergangenen Jahr wurde ein Jagdhundeführerkurs mit 9 Gespannen abgehalten, alle 9 bestanden die Brauchbarkeitsprüfung. Im Heurigen Jahr wird wieder ein Jagdhundeführerkurs abgehalten, der am 5. Mai 2018 beginnt. Anmeldung beim neuen Bezirkshundereferent Günter Märzinger.

JagdOepping

Thema Wolf

Wenn Grün die dominierende Farbe ist und Jagdhornklänge in der Bezirkssporthalle erschallen, ist Bezirksjägertag in Rohrbach. Neben Streckenlegung, Hegeschau und Ehrungen waren auch Wolf und Wildschwein große Themen der Jahresversammlung der Mühlviertler Jäger. „Der Wolf streift durch den Bezirk und verursacht dabei noch keine Probleme. Dabei betone ich das Noch“, sagte Bezirksjägermeister Martin Eisschiel seinen Waidkameraden. „Im Gegensatz zum Luchs, mit dem wir in den Revieren schon leben lernen mussten, wird die Wiederansiedelung des Wolfes nicht so problemlos vonstattengehen“, ist Eisschiel sicher. Weder unter seinen Jagdkollegen noch unter seinen bäuerlichen Berufsgenossen kenne er viele Befürworter des Wolfes. „Gott sei Dank haben wir noch kein Problem. Ich bitte aber alle Verantwortlichen sich schon vorher Gedanken zu machen, wie wir mit dem Wolf umgehen. Warum lässt man nicht solche Menschen entscheiden, die auch mit dem Wolf leben müssen. Nämlich Grundbesitzer, Jäger und die Menschen am Land“, appelliert der Jägermeister auch an die Politik. Diese müsse entscheiden, ob der unbedingte Schutz des Wolfes der richtige Weg sei.

Große Wildschweinschäden

Viel mehr Arbeit bescherten der Jägerschaft im abgelaufenen Jagdjahr die Wildschweine aus dem benachbarten Südböhmen. Schon im Frühjahr zeichnete sich ab, dass 2017 ein arbeitsintensives Wildschweinjahr werden würde. Tatsächlich nahm der Druck bis zum Sommer stetig zu. Mais und Getreidefelder lockten die Schwarzkittel aus Tschechien über die Grenze. Ackerkulturen und Grünflächen wurden von den Schweinen vernichtet. Die Jäger verbrachten Stunden, Tage und Nächte damit die Schäden zu beseitigen: „Das wurde von den Grundbesitzern auch wohlwollend anerkannt, sodass wir nur sehr wenig Entschädigungen zahlen mussten“, bedankte sich Bezirksjägermeister Martin Eisschiel für das gute Miteinander und verspricht, dass das Schwarzwild auch in Zukunft scharf bejagt werden wird. Von manch „kreativer“ Idee, die von Nicht-Jägern an ihn herangetragen wurde hält er nichts. Die Rede ist vom Einsatz des Bundesheeres oder Gift und Fallen. „Wir werden die Jagd gesetzeskonform und waidgerecht ausführen“.

SauNebelberg

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