Jagd ist Verantwortung für Wild und Lebensraum

Bezirk Steyr

Der Bezirk Steyr setzt sich aus den beiden Verwaltungsbezirken Steyr-Stadt mit einer Ausdehnung von 26,56 km2 und Steyr-Land mit der Größe von 971,25 km2 zusammen. Die Statutarstadt Steyr mit 39.340 Einwohnern ist die drittgrößte Stadt Oberösterreichs (nach Linz und Wels). Der Bezirk Steyr-Land zählt 57.611 Einwohner und grenzt im Norden an den Bezirk Linz-Land, im Osten an Niederösterreich, im Süden an die Steiermark und im Westen an den Bezirk Kirchdorf. Der Bezirk Steyr-Land liegt in der Südost-Ecke des Bundeslandes Oberösterreich. Keine der 21 Gemeinden zählt weniger als tausend Einwohner. Zwischen der Stadt Steyr und Weyer reihen sich im landschaftlich reizvollsten Teil des Bezirkes die Erholungsdörfer des Ennstales und seiner Seitentäler.

Land- und Forstwirtschaft

Im Norden und Westen sind jene Gebiete zu finden, die tiefgründige, humuse Lehmböden aufweisen und auf Deckenschotter liegen. Rechts der Steyr und südlich der Stadt Steyr zieht sich weit nach Süden quer durch den Bezirk, teilweise in die Seitengräben der Enns, eine Flyschsandzone.

Die Kalkzone beginnt 15 Kilometer südlich von Steyr und erstreckt sich bis zur Bezirksgrenze im Süden. Der Norden, das Alpenvorland, ist gekennzeichnet durch intensiven Ackerbau. Im Süden, das eigentliche Voralpengebiet (Berggebiet), liegt das Hauptgewicht auf Fortstwirtschaft und Viehzucht.

Von den derzeit 2.175 landwirtschaftlichen Betrieben befinden sich 1.234 in der Bergbauernzone. Nur noch 1.049 Betriebe stehen im Vollerwerb.

Die landwirtschaftliche Nutzfläche beträgt insgesamt 29.313 Hektar, davon 42 Prozent Äcker und 53 Prozent Wiesen und Kulturweiden.

Die Waldfläche beträgt 53.092 Hektar. Sie hat in den letzten zwanzig Jahren um etwa acht Prozent zugenommen und ist zu 38 Prozent im Besitz der Bundesforste.

Jagdliche Fakten

Die 92 Jagdgebiete- inkl. Steyr-Stadt – gliedern sich in 25 Genossenschaftsjagden und 67 Eigenjagden. Insgesamt sind 2.290 Jagdkarten ausgegeben worden. 7.150 Hektar an ursprünglich jagdbarer Fläche liegt im Nationalparkgebiet Kalkalpen.

In den Flachlandgebieten des Bezirkes ist das Rehwild die Hauptschalenwildart. Über 2.200 Hasen und über 2.000 Fasane kamen bei den letzten Herbstjagden zur Strecke. In den südlichen Berggebieten ab Ternberg ziehen weitere 4 Schalenwildarten ihre Fährten: Rotwild, Gamswild, Schwarzwild und zum Teil auch das Muffelwild ist in freier Wildbahn anzutreffen.

Der Abschussplan 2007/2008 für Schalenwild sieht folgende Zahlen vor: 741 Stück Rotwild, 175 Stück Gamswild, 5.477 Stück Rehwild und 7 Stück Muffelwild. Diese Zahlen konnten bei Rotwild zu 90 Prozent, aufgrund vereinbarter sanfter Bejagung, bei Gamswild zu 65 Prozent und bei Rehwild zu 84 Prozent erreicht werden. Die heurigen Jagdjahr konnten auch zwei große Hahnen erlegt werden.

Der Bestand an Schwarzwild ist stetig im steigen und wurde gegenüber dem Vorjahr um über 100 Prozent übertroffen. Inkl. der 12-köpfigen Wildschweinrotte, die im Oktober 2007 im Revier Schneeries/Ternberg von den nördlichen Steilwänden des Schobersteines abgestürzt ist, liegt der derzeitige Stand der Entnahme bei ca. 50 Stück.

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