Jagd ist Verantwortung für Wild und Lebensraum

Ökologische Vorrangflächen Ing. Franz Kirchberger

Jagd heute – wozu Hegeringe

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Ökologische Vorrangflächen zum Schutze der Biodiversität unserer Reviere.

 Jagd heute – wozu Hegeringe

Die Intensivierung der Landnutzung in den letzten Jahren führte zu einer drastischen Veränderung im Lebensraum der Wildtiere und damit auch zum Rückgang der Besätze. Dies ist speziell im Bereich des Niederwildbesatzes (Hase, Fasan, Rebhuhn) erkennbar. Sollten in weiterer Zukunft die Besätze langfristig nutzbar bleiben, verlangt die derzeit sehr bedenkliche Situation ein rasches Handeln bezüglich Lebensraumverbesserung und Hege. Hegemaßnahmen  sind umso wirkungsvoller, je großflächiger sie eingesetzt werden. Die logische Folge daraus ist ein revier- und grenzenüberschreitendes Hegekonzept auf Hegeringbasis., wobei ein gemeinsames Vorgehen aller im Hegering befindlichen Reviere betreffend Biotophege, Raubwildbejagung und allgemeiner Wildbewirtschaftung angestrebt werden sollte. Dies setzt natürlich voraus, dass eine Beobachtung und Erfassung von Lebensraumdaten sowie die Populationsdynamik von Nutz und Raubwild durchgeführt wird. Dies wiederum gibt uns Jägern eine objektive Diskussionsgrundlage  gegenüber anderen Naturnutzern und damit wird auch die Rolle des Jägers in der Öffentlichkeit aufgewertet.

In Hegeringen sollten hegerische Mindeststandards zur Stabilisierung bzw. Anhebung der Besätze ausgearbeitet werden. Wenn diese gemeinsam erarbeiteten Hegestrategien  langfristig anhaltend über Reviergrenzenhinweg durchgeführt werden, kann man von einem gelebten Hegering sprechen. Dies sollte unser aller Ziel sein.

           Was ist ein Hegering, wie geschieht die Bildung dessen

und wie ist seine Struktur und Funktion?

Bildung und Struktur

 

Der Hegering ist eine kleine Struktureinheit innerhalb des O.Ö. Landesjagdverbandes gemäß dessen Satzungen. Über die Abgrenzung des Hegeringes wird auf Bezirksebene in Absprache mit den einzelnen Jagdgesellschaften entschieden. In die Arbeit des Hegeringes sollten nach Möglichkeit alle Jagdleiter als “Sprachrohre” und Jäger des Hegeringes mit einbezogen werden.

Die räumliche Ausdehnung des Hegeringes sollte so bemessen sein, dass der  Hegemeister seinen Hegering übersehen und mit seinen Mitgliedern leicht in Kontakt treten kann.

 Aufgaben

 Dies sind die Pflege und Sicherung der Lebensräume wildlebender Tiere und die Erhaltung artenreicher Wildbestände unter Wahrung der Landeskultur. Weiters gilt der Förderung des örtlichen Jagdwesens, sowie der Betreuung, Beratung und Fortbildung ein wesentliches Augenmerk. Der Hegering sorgt für den Zusammenhalt und die Kontaktpflege der Jäger untereinander. Die Belange des jagdlichen Schießens, des Gebrauchshundewesens und nicht zuletzt des jagdlichen Brauchtums gehören auch zu den  Aufgaben des Hegeringes.

 Führung eines Hegeringes

 Diese geschieht durch einen Hegemeister, welcher in einer  vom Bezirksjägermeister einberufenen Wahl gewählt wird. Der zu wählende Hegemeister sollte ein mit den örtlichen Jagdverhältnissen vertrauter, allgemein anerkannter Weidmann sein.

 Ziele 

Durch besondere Aufklärungsarbeit in der  Bevölkerung, besonders im Jugendlichenbereich, sollte der Stellenwert der Jagd, der Jägerschaft und hier speziell die Tätigkeit jedes einzelnen Jägers für die Umwelt und Natur  heraus- gestrichen werden.

Hier bietet sich der Bereich “Schule und Jagd ” hervorragend an, mit Jugendlichen in Sachen Jagd ins Gespräch zu kommen. Kompetente Jäger geben hier ihr Wissen über die vielfältigen Aufgaben  der Jagd und der Tätigkeiten eines Jägers weiter.

 

 

Ing. Franz Kirchberger

BJMstv., Hegemeister und Jagdleiter

 

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