Jagd ist Verantwortung für Wild und Lebensraum

Erst denken, dann kaufen

Erst denken, dann kaufen

Bevor man sich einen Jagdgebrauchshund anschafft, wird man nicht spontan handeln, sondern gewisse Dinge zuvor gründlich abwägen. Schließlich müssen alle im Haus bereit sein, gemeinsam Verantwortung für dieses Lebewesen zu übernehmen, das nicht nur Jagdgehilfe sein soll, sondern gerade heutzutage ein dem Jäger und seiner Familie über lange Jahre zur Seite stehender vierläufiger Kamerad. Ein Jagdhund ohne Arbeit verkümmert. Somit sind die Jagdmöglichkeiten beim Hundekauf unbedingt zu berücksichtigen.

Wer sich nun noch immer mit dem Gedanken trägt einen Jagdhund anzuschaffen und zu führen, sollte sich vorher einige Überlegungen über dieses Thema machen.

Was alles gilt als Besitzer/Führer beim Kauf eines Jagdhundes im Vorfeld zu bedenken?
Dazu eine Checkliste, die hilft, dass der Käufer eines Jagdhundes keinen Reinfall erlebt:

  • Ist der Größe des Hundes entsprechend genug Platz vorhanden? Denn ein großer Hund gehört nicht in eine kleine Wohnung
  • Wie hat ein möglicher Zwinger auszusehen?

Mindestanforderungen_Hundehaltung.pdf (22 kB)

  • Ein Hund, besonders ein Jagdhund, braucht sehr viel Auslauf, wenn er sich wohl fühlen und gesund bleiben soll. Das heißt, der Besitzer muss körperlich fit sein und genügend Zeit haben, dem Hund ausreichend Auslauf zu geben.
  • Sind alle Familienmitglieder mit der Anschaffung eines Jagdhundes einverstanden? Die Familie muss mitziehen. Für den Hund ist es außerordentlich wichtig, dass alle Familienmitglieder liebevoll und fürsorglich mit ihm umgehen. Das fördert die Intelligenz und die Führigkeit des Hundes.
  • Wohin mit dem Hund während des Urlaubs?
  • Hündin oder Rüde? Hündinnen werden meist zweimal im Jahr für etwa 3 Wochen läufig. Rüden hingegen markieren gerne ihr “Revier”.
  • Habe ich genügend Zeit, dem Hund die Pflege, den Auslauf und die Ausbildung zu geben, die er benötigt?
  • Kostenfaktor! (Anschaffung, Chipen, Versicherung, Tierarzt, Futter, Ausbildung, Prüfungen)
  • Verfüge ich über genügend Wissen die Ausbildung des Hundes selbst vorzunehmen oder kann ich an einem Hundeführerkurs teilnehmen?
  • Ist ein Sachkundenachweis vorhanden?
  • Wo / Wie transportiere ich den Hund? (Auto, Transportbox, …….)

Noch ein wichtiger Zusatz für uns Jäger:

Der Jagdhund muss zu den Revierverhältnissen passen. Jeder Jäger muss sich vor der Anschaffung eines Jagdhundes genau überlegen, welche Rasse für seine Revierverhältnisse am besten geeignet ist. So ist z.B. ein Gebirgsschweißhund in einem Niederwildrevier völlig fehl am Platz und ein Laufhund in den Bergen unbrauchbar, außerdem wäre der in dem oft schwierigen Gelände auch noch gefährdet.

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