Jagd ist Verantwortung für Wild und Lebensraum

Gesetzliche Anforderungen

Gesetzliche Anforderungen

Gesetzliche Grundlage:

In Oberösterreich beruhen die Führung und der Einsatz von Jagdhunden auf einem Landesgesetz. Der § 58 des OÖ-Jagdgesetzes vom 3. April 1964, LGBL Nr. 32, besagt, dass der Jagdausübungsberechtigte für jedes Jagdgebiet je nach Größe eine bestimmte Anzahl an brauchbaren Jagdhunden zu halten hat. In der Verordnung der OÖ-Landesregierung vom 19. Oktober 1964, LGBL Nr. 61, über die Brauchbarkeit von Jagdhunden, ist festgelegt, dass der OÖ-Landesjagdverband Jagdhunde auf deren Brauchbarkeit zu prüfen hat. Dies wird im Zuge der Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde überprüft.

Das Tierschutzgesetz (§24) regelt das Kennzeichnen von Hunden. Welpen, die nach dem 30.6.2008 geboren werden, müssen spätestens bis zum 3. Lebensmonat gechipt und in eine Datenbank eingetragen werden. (Bitte Tierarzt kontaktieren)

Tierschutzgesetz-Fassung-vom-10.02.2014.pdf (330 kB)

 

Meldung der Jagdhunde:

Im Zuge der Verwaltungsreform des Landes OÖ wurde neben verschiedenen Maßnahmen (Jagdkarte etc.) auch die Verwaltung des Jagdhundewesens zur Gänze dem Landesjagdverband OÖ übertragen.

Das bedeutet, dass auf Grund des § 58, Abs.3 des OÖ Jagdgesetzes und der darauf basierenden Brauchbarkeitsprüfungsordnung 2010, Art.3, Abs.2, die jährlichen Hundemeldungen nicht mehr an die Bezirkshauptmannschaft, sondern an den Bezirkshundereferenten zu übermitteln sind. Um einerseits den Jagdleitern eine möglichst einfache und zeitsparende Handhabung zu ermöglichen und andererseits eine landesweit einheitliche Vorgangsweise zu gewährleisten, wurde ein für OÖ einheitliches Meldungsformular aufgelegt, das ausnahmslos verwendet und auf elektronischen Wege dem BHR zu übermittelt ist.

In den Folgejahren ist dann nur mehr ein minimaler Arbeitsaufwand bei allfälligen Änderungen erforderlich.

Hundemeldung-2013_Bezirk-Vöcklabruck_Jagd-xxx1.xls (244 kB)

Muster-Ausfüllunterstützung-für-Hundemeldeformular-neu.pdf (72 kB)

 

Hundehalter-Sachkundeverordnung

Hundehalterinnen und Hundehalter, die seit 1. Juli 2003 einen neuen Hund anmelden und bisher mit einem anderen oder früheren Hund noch keine Ausbildung im Sinn des § 4 OÖ. Hundehalte-Sachkundeverordnung nachweisen können, benötigen einen Allgemeinen Sachkundekursnachweis. Deshalb bietet neuerdings die Bezirksgruppe Vöcklabruck den geforderten Kurs für alle Jägerinnen und Jäger an. Spezialisiert allerdings auf die Gruppe der Jagdhunde. Nach einer etwa dreistündigen theoretischen Ausbildung, gehalten vom Tierarzt Dr. Hansjörg Trenkwalder und dem BHR Gerald Loy bekommt jeder Teilnehmer den Sachkundenachweis.

Ausschreibung Kurs 2016 Hundehalter-Sachkundeverordnung

Anmeldung Kurs 2016 Hundehalter-Sachkundeverordnung 

OÖ-Hundehaltegesetz-2002.pdf (274 kB)

OÖ-Hundehalte-Sachkundeverordnung.pdf (106 kB)

 

Jagdhaftpflichtversicherung:

Die Bescheinigung der jagdlichen Brauchbarkeit hat auch einen versicherungstechnischen Hintergrund: Damit Haftungsansprüche für Schäden, die durch den Hund im Rahmen der Jagdausübung verursacht wurden, abgesichert bleiben. (ebenso in den maximal ersten vier Jahren, wo sich der Hund in der Ausbildung befindet).

Die Jagdhaftpflichtversicherung beinhaltet einen bestimmten Versicherungsumfang über Schäden, die der/die eigene/n Jagdhund/e anrichten. zB. Jagdhund verursacht während einer Nachsuche einen Verkehrsunfall: Der Schaden am Auto ist durch die Jagdhaftpflichtversicherung gedeckt, da in diesem Falle der Hundeführer als Schädiger angesehen wird.

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