Jagd ist Verantwortung für Wild und Lebensraum

Bezirksjägertag 2014

Der Bezirksjägertag Vöcklabruck stand im Zeichen des Dialogs

Der Bezirksjägertag Vöcklabruck, am 8. März 2014 wurde mit den Klängen der Jagdhornbläser feierlich eröffnet und stand unter den Zeichen des Dialogs zwischen Land-, Forstwirtschaft, Behörde und Jagd.

Zahlreiche Ehrengäste zeichneten mit ihrer Teilnahme den Bezirksjägertag 2014 aus:

LR Max Hiegelsberger, Bezirkshauptmann HR Dr. Martin Gschwandtner, Landesjägermeister ÖR Sepp Brandmayr, Landesforst-Dir. Dr. Walter Wolf, HR Dr. Johann Sagerer, HR DI Leo Hofinger und Frau Gabi Bretbacher von der BH Vöcklabruck, BBK Obmann Ing. Roman Braun,  Frau Dir. DI Barbara Maier, ORF Günther Hartl, Förster ÖBF Erich Dietmüller. LJM-Stv. Herbert Sieghartsleitner, BJM Rudolf Wagner, BJM Konrad Stadler, BJM-Stv. Theodor Stimpfl-Abele, BJM-Stv. Franz Hofmanninger, BJM-Stv. Franz Kirchberger,  die Mitglieder des Bezirksjagdausschusses, Eigenjagdbesitzer, Revierpächter, Jägerinnen und Jäger und  Träger des Goldenen Bruches.

Bei einer Gedenkminute anlässlich der Hubertusmesse gefeiert von Pfarrer Kons.-Rat Ernest Bauer wurde der verstorbenen Weidkameraden gedacht.

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Die Vorstellung, Wildtiere in einer von Menschen geprägten Kulturlandschaft problemlos stets sich selbst überlassen zu können, ist eine Illusion, meist ideologisch basiert, vielleicht gut gemeint, aber unrealistisch. Das die Jagd im Bezirk Vöcklabuck in ihrer Arbeit einen großen Beitrag für die Biodiversität von Tier und Pflanzenarten durch Entlastung jener Arten, die durch die Aktivitäten des Menschen benachteiligten Kulturflüchter und jene Arten, die durch die Kulturfolger bedrängt werden, leistet, hob Bezirksjägermeister Bgm. Anton Helmberger in seinem Bericht betonend hervor. Er verdeutlichte aber auch, dass die Jägerinnen und Jäger des Bezirkes Vöcklabruck ihre gesetzliche Verantwortung im Sinne eines guten Wald-Wildausgleich für die Kulturlandschaft ihrer Reviere verlässlich Partner sind und bedankte sich bei der Jägerschaft für den zu 102 % erfüllten Abschussplan für Rehwild.

Einschneidender Rückgang beim Niederwild.

Das lange nasskalte Frühjahr 2013, aber auch der schwindende Lebensraum des Niederwildes lässt für die Jagd im Bezirk keine rosigen Zeiten erwarten. Fasan und Hase und Bodenbrüter verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr auf ein Drittel der Strecke. Bezirksjägermeister Bgm. Anton Helmberger bedankte sich für den sorgsamen aber vor allem für die biotobunterstützenden Maßnahmen durch die Jägerschaft.

Mahnende Worte an die Jägerschaft – Afrikanische Schweinepest eine Bedrohung für die Landwirte.

BBK – Obmann Ing. Roman Braun

 BBK – Obmann Ing. Roman Braun dankte für das vorbildlichen Klima zwischen Grundeigentümer und Jagd. Rief jedoch mahnend die afrikanischen Schweinepest und der damit verbundenen Seuchengefahr ins Bewusstsein der anwesenden Jägerschaft. Er betonte, dass das Schwarzwild der wesentliche Überträger ist und eine intensive Bejagung und kurzhalten der Bestände der einzige effizient Schutz dazu darstellt. Er appelliert an die Jägerschaft dieses in keinen Fall auf die leichte Schulter zu nehmen.

Jagd und Behörde in einem gut funktionierenden System.

Bezirkshauptmann HR Dr. Martin Gschwandtner

 

Als Vertreter der Behörden bedankte sich Bezirkshauptmann HR Dr. Martin Gschwandtner in lobenden Worten für die GUTE Zusammenarbeit von Behörde und Jagdverantwortlichen. Er sprach von einer Zusammenarbeit, die auch in schwierigen Fragen ihre Lösungsansätze wahrnimmt und bedankte sich bei den einzelnen Sachbearbeitern der Behörde und bei den verantwortlichen Jagdleitern für den Dialog und die verlässliche Abschussplanerfüllung.

 Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger

Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger brachte als ranghöchster Vertreter des Landes Oberösterreich ebenfalls eine Schwarzwild-Facette ein. Er hielt fest, dass die Problematik wohl viel mit dem Klimawandel zu tun habe. Er sprach aber auch über die gut erfüllten der behördlich vorgeschriebenen Abschusspläne der einzelnen Bezirke im Lande Oberösterreich und verwies auf eine gute Partnerschaft zwischen Jagd und Kulturlandschaft.

Menschen die aufeinander zugehen.

Landesjägermeister ÖR Sepp Brandmayr

Die Jäger werden in der medialen Berichterstattung nur selten unterstützt. Den Ruf der Jäger positiv zu verankern ist die Verpflichtung jedes Jägers so der Appell des Landesjägermeister ÖR Sepp Brandmayr.  Fanatiker und Extremisten egal auf welcher Seite, bringen uns nicht weiter. “Wir brauchen vernünftige Menschen, die aufeinander zugehen, nicht losgehen.” Lösen wir die Probleme gemeinsam und arbeiten wir an der Zukunft der Jagd.

Pilotprojekt Revierpräsentation

Dr. Roman Auer und Fö. Ing Thomas Mair Indizierten mit Verantwortliche Jagdleitern aus einzelnen Revieren eine völlig neue Darstellung der Revierpräsentation am Bezirksjägertag 2014. Diese Darstellung veranschaulicht einzelnen Einflussfaktoren der Jagd die Auswirkungen auf Wald Wild – die durch Freizeit – Tourismus und Naturraumnutzung verstärkt werden. Aber auch die Leistungen der Jägerinnen und Jäger für den Lebensraum unserer Reviere und Wildtiere graphisch darstellten.

Jagd Weyregg Staudinger Bernhard

Abschussergebnisse(in Klammer Vorjahr)

Rehwild: 6508 (6021) davon 2901 Böcke, 3607 Geißen+ Kitze

Rotwild: 166 (141), Gamswild: 60 (52), Muffelwild: 37 (16)

Schwarzwild: 480 (522), Feldhasen: 500 (795), Fasane: 201(428), Wildenten: 891(1250), Waldschnepfen: 20 (36), Wildtauben: 383 (267), Rebhühner: 10 (10), Dachse: 213 (153), Füchse: 797 (1021), Baummarder: 61 (68), Steinmarder: 246 (194), Iltisse:  35 (46), Hermeline: 84 (48)

BHR Ing. Gerald Loy teilte in seinem Tätigkeitsbericht mit, Hundehalter die seit 1. Juli 2003 einen neuen Hund anmelden und bisher mit einen anderen oder früheren Hund noch keine Ausbildung im Sinne des § 4 OÖ. Hundehalter- Sachkundeverordnung nachweisen können, benötigen einen allgemeinen Sachkundekursnachweis. Hundereferent Loy bedankte sich bei seinen Vorgänger MF Rudolf Sonntag mit einer Ehrenurkunde für seine 18-jährige Tätigkeit als Bezirkshundereferent.

Ehrungen und Auszeichnungen:

Raubwildnadel: Schmid Norbert, Dax Adolf, Wolfsgruber Leopold, Stampfl Ferdinand.

Ehrenurkunde: Diakon Kons.-Rat Alois Mairinger, MF Rudolf Sonntag

Ehrenzeichen:

60 Jahre Jäger: Wienerroither Matthias-Oberwang, Komm.-Rat Franz Hochhauser-Oberndorf, Schafleitner Johann sen.-Zell am Moos

77 Jahre Jäger: Feichtinger Max- Neukirchen an der Vöckla

70 Jahre Jäger: Holzleitner Hermann sen.-Atzbach

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Goldener Bruch: Schweighofer Franz, Diakon Kons.-Rat Alois Mairinger, Leitner Franz, Achleitner Johann, Pachler Walter, Humer Dietmar, Hemetsberger Johann, Hollerweger Matthäus

Die höchste Auszeichnung des OÖ.  Landesjagdverband

LJM-Stv. Herbert Sighartsleitner verlieh am Bezirksjägertag in Vöcklabruck in Anwesenheit von LR Max Hiegelsberger und Bezirkshauptmann HR Dr. Martin Gschwandtner – Landesjägermeister Ök.-Rat  Sepp Brandmayr die höchste Auszeichnung des

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Landesjagdverbandes das Ehrenzeichen in Gold für seine unermüdliche Arbeit für das Jagdwesen im Lande Oberösterreich.

 

Mit drei Strophen des “Hoamatlandes” wurde der Bezirksjägertag 2014 geschlossen.

 

Gerhard Huemer

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