Jagd ist Verantwortung für Wild und Lebensraum

Reviergang durch die neu erwachte Natur

Das heimische Wild wird aktiv.

Voller Freude über das Erwachen der Natur sind die oberösterreichischen Jägerinnen und Jäger in ihren Revieren unterwegs. Zahlreiche Aufgaben kommen nun auch auf den Weidmann zu: Frisch aufgeforstete Flächen werden gegen Wildverbiss geschützt, jagdliche Einrichtungen wie Hochsitze aber auch Pirschwege werden erneuert und die Winterfütterungsplätze werden aufgeräumt und somit wird auch die Notzeit des heimischen Wildes beendet.

Geweihabwurf zeugt vom Frühling

Rehböcke reiben den Bast ihres Geweihs, eine graue Geweih-Haut, an Baumstämmen ab. Auch die abgeworfenen Geweihe der Hirsche sammeln die Jäger, um damit den Bestand zu dokumentieren. Die jungen Hirsche werfen bis April oder Mai ihr Geweih ab, ältere Hirsche hingegen bereits früher. Die Geweihe der Jungtiere sind relativ lang und dünn. Mit zunehmendem Alter wirkt das Geweih kürzer, da es im Durchmesser zunimmt. „Aufgrund der jahrelangen Erfahrung kann der Jäger bei jeder „Abwurfstange“ das Alter und damit die körperliche Kondition des Tieres abschätzen. Dies hilft bei der richtigen Bejagung und der Erstellung der Abschusspläne generell“, berichtet Landesjägermeister Sepp Brandmayr. Die Jägerinnen und Jäger müssen auch die in ihren Revieren verendeten Tiere aufzeichnen, denn auch diese Zahlen fließen in die Statistik ein.

Nachwuchs in der Tierwelt – Keinesfalls berühren

Im Frühling werden aufgrund der Sonne und des Lichtes die Tiere wieder aktiver. Die Energiereserven der heimischen Wildtiere sind aufgebraucht, die Futtersuche wird intensiviert und Jungtiere werden geboren. „Der Nachwuchs von Reh- und Rotwild, Füchsen und Hasen kommen nun oder demnächst zur Welt. Wir rufen die nicht-jagende Bevölkerung auf, die Wildtiere nicht zu stören“, so Wildbiologe Christopher Böck. Die warmen Temperaturen locken auch wieder vermehrt Sparziergeher und Freizeitsportler ins Freie. „Aufgefundene Jungtiere dürfen auf keinen Fall angefasst werden. Denn hat man ein Jungtier berührt, werden diese von der Mutter oft nicht mehr angenommen“, ruft Böck die Bevölkerung zur Rücksichtnahme auf. Ein weiterer Appell des OÖ Landesjagdverbands richtet sich an Hundehalter, damit sie ihre Vierbeiner an die Leine nehmen.

Auf der Website www.fragen-zur-jagd.at eröffnet der OÖ Landesjagdverband interessante Einblicke in die Welt der Jägerinnen und Jäger sowie unserer heimischen Wälder und Wildtiere. 

Natur erwacht_N. Mayr

Die Natur erwacht und die Jägerinnen und Jäger gehen ihren Aufgaben, vom Erhalt der Artenvielfalt bis hin zum Schutz des Lebensraums Wald, nach. Hier ein ganz junger Feldhase. Foto: N. Mayr

 

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