Jagd ist Verantwortung für Wild und Lebensraum

Geschichte

Das unweit des Augustiner Chorherrenstiftes St. Florian gelegene Schloss Hohenbrunn ist der einzige urkundlich nachgewiesene Schlossbau des großen Barockbaumeisters Jakob Prandtauer. Das in den Jahren 1722 bis 1732 im Auftrag des damaligen Probstes Johann Baptist Födermayr von St. Florian erbaute Schloss gilt als die barocke Idealisierung des für die Region zwischen Traun und Enns typischen oberösterreichischen Vierkanthofes. Das schon ursprünglich künstlerisch reich ausgestattete, aber kaum genutzte Schloss verfiel zwei Jahrhunderte hindurch zunehmend und schien nach dem zweiten Weltkrieg endgültig dem Ruin preis gegeben.

Private Initiative und ein 1961 gegründeter Verein zur Rettung und Erhaltung des Schlosses schaffte mit Unterstützung des Unterrichtsministeriums, des Bundesdenkmalamtes und der O.ö. Landesregierung und zum maßgeblichen Anteil der oberösterreichischen Jägerschaft eine erste Sanierung des Hauses. Der Verein konnte das Schloss vom Stift käuflich erwerben und es zum Jagdmuseum einrichten. Als solches wurde es 1967 eröffnet. Mit seiner Fülle an historischen und kunsthistorischen Objekten gilt es als eines der bedeutendsten Jagdmuseen des deutschsprachigen Raumes.

Die 1999 notwendig gewordene Neueindeckung des Schlosses veranlasste Landesjägermeister ÖR Hans Reisetbauer zur Entwicklung eines Generalkonzeptes für eine möglichst endgültige Sanierung und für eine erweiterte Verwendung des Hauses. Mit einer großen Spendenaktion, zu der wie schon seinerzeit neben Bund und Land und großzügigen Sponsoren wiederum die oberösterreichische Jägerschaft den Löwenanteil beisteuerte, wurde ein bisher ungenützter Trakt des Schlosses winterfest gemacht und zu einem modernen Büro- und Veranstaltungsbereich ausgebaut, um hier die Geschäftsstelle des Landesjagdverbandes einzurichten und daneben ein modernes und zukunftsorientiertes Informations- und Bildungszentrum zu schaffen.

Schloss Hohenbrunn ist nun, in seiner Multifunktion als Museum, Sitz des O.ö. Landesjagdverbandes und als Bildungs- und Informationszentrum desselben, neben seiner möglichen gesellschaftlichen Nutzung für Festlichkeiten und Tagungen aller Art, zum Inbegriff jagdbezogener Kommunikation in Oberösterreich geworden.

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