Jagd ist Verantwortung für Wild und Lebensraum

Birkwild

Beim zur Familie der Raufußhühner zählenden Birkhuhn (Tetrao tetrix) ist der Geschlechtsdimorphismus, wie auch beim Auerwild, deutlich ausgeprägt. So erreicht der schwärzlich, mit blauem metallisch glänzenden Gefieder ausgestattete Hahn ein Gewicht von etwa 1 bis 1,5 Kilogramm, während die unauffällig braungrau gefärbte Henne rund 1 Kilo schwer ist. Beim Hahn sind während der Balzzeit die roten kräftig entwickelten Rosen sowie der weiße Unterstoß auffällig.

Wie beim Auerwild ist der Hahn bereits als Einjähriger, als sogenannter Schneider, bereits geschlechtsreif, hat aber bei der Gruppenbalz kaum die Möglichkeit, sich fortzupflanzen.
Erwachsene Birkhühner nehmen fast ausschließlich pflanzliche Nahrung wie junge Sprossen von Sträuchern, Blätter, Blüten, Knospen und Beeren zu sich. Die Küken sind, wie alle junge Hühnervögel, in den ersten Lebenswochen auf tierische Nahrung in Form von Insekten und Weichtieren angewiesen.

Besonderheit Rackelwild: In seltenen Fällen kann es zwischen Auer- und Birkwild zu Bastardierungen kommen, am ehesten zwischen Birkhahn und Auerhenne – es entsteht das Rackelhuhn.

Balzzeit: April – Ende Mai
Brutdauer: 26 Tage
Gelege: 7-10 Eier

Verbreitung:
Die meisten Vorkommen in den Niederungen Mitteleuropas sind aufgrund von Moordrainagierungen und Heideaufforstungen stark gefährdet bzw. großteils erloschen. Im Alpenraum sind die Birkwildlebensräume noch mehr oder weniger geschlossen besiedelt. Das Birkhuhn bevorzugt lichte nahe der Waldgrenze liegende Lebensräume, die von Zwergsträuchern bestockt sind. Während der Balz werden möglicht exponierte Kuppen bevorzugt aufgesucht.

Hörprobe:

 

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