Jagd ist Verantwortung für Wild und Lebensraum

Gamswild

Die Gämse (Rupicapra rupicapra) gehört zur Familie der Hornträger. Der Körper der Gams wirkt eher gedrungen. Im Sommer liegt die Fellfarbe zwischen einem fahlen Gelb und einem gelblichen Grau. Auffällig ist ein vom Äser bis zum Lauscher laufender, schwarzer Streifen ("Zügel"). Auch die Läufe weisen eine dunkle Färbung auf.

Im Winter wirkt der Gams schwarzbraun bis schwarz. Nur Stirn, Wangen und die Innenseite der Lauscher sind blassgelb bis hellgelb. Die maximale Schulterhöhe erreicht etwa 85 cm, die Kopf-Rumpf-Länge von 110 bis 140 cm.

Brunftzeit: Ende Oktober bis Anfang Dezember
Trächtigkeitsdauer: 26 Wochen
Setzzeit: Mai – Juni

Verbreitung: Die Alpen stellen das größte geschlossene Verbreitungsgebiet des Gams dar. Er lebt im Hochgebirge bis zur Gletscherregion. Hinsichtlich des Lebensraumes unterscheidet man aber schon seit langem zwischen den ökologischen Arten Wald- und Gratgams. Der Gratgams bevorzugt die Lebensräume oberhalb der Waldgrenze und ist nur gelegentlich in tieferen Lagen anzutreffen. Der Waldgams hält sich mehr in felsendurchsetzten Wäldern auf.
und kommt im gesamten Alpenbereich vor. Durch ihre spreizbaren, hartgummiartigen Schalen sind sie besonders gut für ein Leben in der Felsregion ausgestattet. Gämsen leben gemeinsam in Rudeln und sind hauptsächlich tagaktiv. Sie nutzen die frühen Morgen- und Vormittags- sowie die Abendstunden zur Nahrungsaufnahme. Über Mittag und in der Nacht ruhen die Gämsen.

Oberösterreich ist nur ein Randverbreitungsgebiet, dessen Verbreitungsfläche noch gegen Ende des 20. Jahrhunderts zunahm. Gamswild findet man vor allem in den Bezirken Steyr, Kirchdorf, Gmunden und Vöcklabruck.

Hörprobe:

 

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