Information aus der Geschäftsstelle

Informieren Sie sich hier über aktuelle Themen wie zB die Verwendung von Schalldämpfern, Verwahrung von Jagdwaffen oder den Nachweis für die Gültigkeit der Jagdkarte!

Verwendung von Schalldämpfern:

Im OÖ Jäger, Ausgabe März 2018, wurde auf Seite 34 unter „Neues aus dem Jagdressort des Landes Oberösterreich – Ausnahmebewilligungen für Schalldämpfer im jagdlichen Einsatz“ ausgeführt, dass für die Verwendung von Schalldampfern keine eigene Ausnahmebewilligung nach dem OÖ. Jagdgesetz mehr erforderlich ist.

Aufgrund vieler Anfragen wird mitgeteilt, dass jedoch die Änderung des Jagdgesetzes Ausnahmebewilligungen für Schalldämpfer nach dem Waffengesetz nicht ersetzt und solche nach wie vor eingeholt werden müssen. Ein Schalldämpfer darf nur dann im jagdlichen Einsatz verwendet werden, wenn eine solche Ausnahmebewilligung nach dem Waffengesetz (Zuständigkeit Bezirkshauptmannschaft oder Magistrat) vorliegt.

Derzeit ist gerade in Umsetzung der EU-Waffenrichtlinie eine Novelle zum Waffengesetz in Bearbeitung. Ob durch die geplante Novelle die Verwendung von Schalldämpfern für Jäger erlaubt wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beurteilt werden. Wir werden jedenfalls darüber berichten.

Verwahrung von Jagdwaffen:

Die Verwahrung von Jagdwaffen ist derzeit in der 2. Durchführungsverordnung zum Waffengesetz geregelt.

Dort heißt es unter § 3 Sichere Verwahrung:

(1) Eine Schusswaffe ist sicher verwahrt, wenn ihr Besitzer sie in zumutbarer Weise vor unberechtigtem – auf Aneignung oder unbefugte Verwendung gerichteten – Zugriff schützt.

(2) Für die Beurteilung der Sicherheit der Verwahrung von Waffen und Munition sind insbesondere folgende Umstände maßgeblich:

  1. Verwahrung der Waffe an einem mit der Rechtfertigung oder dem Bedarf in Zusammenhang stehenden Ort, in davon nicht betroffenen Wohnräumen oder in Dritträumen (z.B. Banksafe);
  2. Schutz vor fremdem Zugriff durch Gewalt gegen Sachen, insbesondere eine der Anzahl und der Gefährlichkeit von Waffen und Munition entsprechende Ein- oder Aufbruchsicherheit des Behältnisses oder der Räumlichkeit;
  3. Schutz von Waffen und Munition vor dem Zugriff von Mitbewohnern, die zu deren Verwendung nicht befugt sind;
  4. Schutz von Waffen und Munition vor Zufallszugriffen rechtmäßig Anwesender.

Derrzeit gibt es (noch) keine Vorschriften für die Verwendung von bestimmten Waffenschränken (anders als in Deutschland!). Ob durch die Umsetzung der EU-Waffenrichtlinie neue Vorschriften kommen, kann auch noch nicht beurteilt werden.

 

Versicherung von Waffenschränken:

Die Jagdhaftpflichtversicherung, die mit der Einbezahlung zur Gültigkeit der oö. Jagdkarte abgeschlossen wird, deckt keine Schäden, die durch Diebstahl, Einbruch oder Verlust entstehen. Die Hausratsversicherung deckt das Risiko dann ab, wenn der Waffenschrank Gegenstand des Versicherungsvertrages ist, bzw. die Deckungssummen entsprechend den lagernden Waffen angepasst sind. Ob durch die Hausratsversicherung der Ersatz derartiger Schäden gedeckt ist, ist mit der jeweiligen Versicherungsanstalt zu klären.

 

OÖ JagdApp gilt als Nachweis für die Gültigkeit der Jagdkarte:

Aufgrund einer Anfrage hat die oberste Jagdbehörde mitgeteilt, dass der Nachweis für den Erlag des Mitgliedsbeitrages und der Jagdhaftpflichtversicherung in jeder möglichen und somit auch in elektronischer Form erbracht werden kann. Entscheidend ist, dass der Erlag auch plausibel nachgewiesen wird. Wenn beispielsweise die JagdApp zur Erbringung des Nachweises benutzt wird, so kann von der Richtigkeit des Nachweises ausgegangen werden, da die JagdApp vom OÖ. Landesjagdverband zur Verfügung gestellt wird. Hierzu ist das Aktualisierungsdatum natürlich von Relevanz, das ja bei der Zahlungsbestätigung in der App unten angeführt ist.

 

GF Mag. Christopher Böck

HR Dr. Werner Schiffner MBA

   
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