Der Abschussplan zeichnet den Weg vor.

Rechtzeitigkeit und Absprache erleichtern die Erfüllung! Der rechtzeitige Abschussbeginn und ein gutes Gesprächsklima zwischen Jägern und waldbewirtschaftender Grundbesitzer- und Bauernschaft sind Garanten für eine erfolgreiche Erfüllung der Abschusspläne.

Auch dann, wenn es um den Herbstabschuss bei Rotwild, Rehwild und, wenn notwendig, auch Gams geht. Heute, wo vorrangig die gemeinsame Umsetzung der Aktion „Klimafitte Wälder“ ein Gebot der Stunde darstellt, sind der Dialog und Gesprächsbereitschaft zwei der Grundvoraussetzungen für ein weidgerechtes Jagen.

Im Fall, dass es wirklich in einem Revier “brennt“, soll sich die Jagd nicht scheuen, auch auf eine sogenannte Schwerpunktbejagung zurückzugreifen, damit das Problem sozusagen bereits an der Wurzel gelöst wird. Ich appelliere an die Vernunft jener Jägerinnen und Jäger, die von einer derartigen Maßnahme im eigenen Revierteil betroffen sind, auch die Hilfe von Jagdkameraden bei Bedarf anzunehmen. Es geht hier um eine gemeinsame Maßnahme des Grund- und Waldbesitzes und der Jäger – im Sinne des Lebensraumes UND des Wildes.
Ich stelle mich in diesem Zusammenhang daher auch ganz entschieden gegen die Theorie, dass Wild ein Schädling im Wald sei und wir Jäger die Schädlingsbekämpfer sein sollen.
Die Natur lebt – Gott sei Dank – und wir alle sind aufgerufen, den Kreislauf zu unterstützen.

Unsere zweite derzeit drängende Bejagungsaktivität liegt beim Schwarzwild, wenn dieses im Spätsommer und Herbst besonders aktiv wird. Hier gilt unser Einsatz der entsprechenden „Kurzhaltung“. Weidmannsdank an jene Jägerinnen und Jäger, die Nacht für Nacht auf den Hochständen sind und eine weidgerechte, scharfe Bejagung mit allen legalen Mitteln anstreben.

Ab Mitte Oktober werden in vielen Revieren die Herbstjagden abgehalten und hier geht es auch darum, dass die Jagd mit der Schrotflinte gut und gewissenhaft vorbereitet wird. Und zwar auch in der Richtung, dass niemals vergessen wird, die Gefährdung der nichtjagenden Bevölkerung strikt zu vermeiden.

Abschließend noch ein paar Worte zur Direktvermarktung: Ich bedanke mich an dieser Stelle bei den oberösterreichischen Jägerinnen und Jägern für ihre hervorragende Arbeit, was die Verwertung des kostbaren Lebensmittels Wild betrifft. Die Ausbildungs- und Weiterbildungskurse für die Kundigen Personen sind stets ausgebucht und Dank einer ausgezeichneten Vortragsweise überaus wirkungsvoll. Bestes Wildbret ist eines unserer Aushängeschilder und ein unschätzbar wertvoller Beitrag zur Ernährung.

Für die kommenden Herbstjagden viel Freude in der Natur bei unserem geliebten Wild und in unserer schönen Heimat Oberösterreich. Das entbietet Ihnen mit kräftigem Weidmannsheil und dem Wunsch auf ein unfallfreies Jagen,

Ihr Landesjägermeister
Sepp Brandmayr

   
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