Wildökologie

Als Wild(tier)ökologie wird die Lehre oder die Wissenschaft von den Beziehungen der Tiere in freier Wildbahn zu ihrer Umwelt bezeichnet. Um über dasselbe sprechen zu können, müssen einige Begriffe der Wildökologie definiert werden.

Biotop + Biozönose = Ökosystem

Biotop = Lebensraum (Wiese, Buchenwald, Teich etc.)
Biozönose = Lebensgemeinschaft eines Biotops (Tiere, Pflanzen, Mensch)
Ökosystem = Zusammenschluss aus Biotop und dessen Biozönose

Im Ökosystem besteht ein Zusammenwirken zwischen abiotischen Faktoren (unbelebte Natur = Steine, Klima etc.) und biotischen Faktoren. Diese Faktoren beeinflussen sich gegenseitig. Z.B. Bodenverdichtung durch Tritt, Bodenlockerung durch Graben, Absetzen von Kot und Urin… Dabei können mehrere Ökosysteme zusammengefasst werden. Man spricht dann von Ökosystemen höherer Ordnung. Ökosystem Erde – Wasser- und Land-Ökosysteme – Kleinökosysteme (Feldgehölz, Hecke, Teich, Auwald etc.). Bei Störungen von Ökosystemen durch den Menschen kann es zu unerwarteten und irreversiblen Schäden kommen.

Energiefluss – Stoffkreislauf:

Die Energie, die eine Biozönose benötigt, kommt alleine von der Sonne. Nur grüne Pflanzen können durch die Photosynthese aus anorganischen Stoffen (CO, H2O, Mineralstoffe) organische, energiereiche Substanz aufbauen, die in weiterer Folge Pflanzenfressern als Nahrung dient (Konsumenten 1. Ordnung). Pflanzenfresser werden wiederum von Fleischfressern (Konsumenten 2. Ordnung) genutzt (Energieaufnahme).
Die von der Sonne ausgehende Energie fließt durch diese Nahrungskette durch und wird verbraucht (Deshalb auch mehr Biomasse (Substanz) an Pflanzen als an Pflanzenfressern und hier wiederum mehr Biomasse als an Fleischfressern). Die letzte Kategorie von Lebewesen, die von der Sonnenenergie leben, sind die Destruenten (Zersetzer – Insektenarten, Würmer, Pilze, Bakterien). Diese zersetzen die Energiereste wieder in anorganisches Material, das durch Pflanzen mit Hilfe der Sonne wieder in organische Substanz umsetzen. Der Stoffkreislauf wurde geschlossen.
Energie „fließt“ durch und wird verbraucht. Die Stoffe bleiben im Kreislauf und können immer wieder auf- und abgebaut werden.

Aber wo besteht der Zusammenhang mit der Jagd?

Der Jäger hat einen gesetzlichen als auch moralischen Auftrag der Wilderhaltung (und Artenvielfalt). Gleichzeitig hat er auch einen Auftrag zur Wildschadensverhütung und die Bekenntnis zur Landeskultur.

Das heißt, dass ein Gleichgewicht zwischen dem Wildbestand und der (meist wirtschaftlichen) Tragfähigkeit des Lebensraumes beizubehalten oder herzustellen ist.
Weiters muss das Wissen um die Auswirkungen verschiedener Umweltbedingungen auf Wildtiere und deren Rückwirkungen auf die Umwelt (Nutzen, Schaden) berücksichtigt werden.

Dabei ist vor allem eine ganzheitliche Sicht der Dinge in der Kulturlandschaft notwendig und wichtig.

   
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