Bezirksjägertag 2026

Von 05.03.2026 bis 05.03.2026
Bezirksjägertag 2026, OÖ LJV

Bezirksjägertag 2026 - "Weil Jagd mehr ist!"

Schärding. – Die Bezirkssporthalle Schärding war am Samstag, 14. Februar 2026, eindrucksvoller Treffpunkt der Jägerschaft: 530 Jägerinnen und Jäger aus dem gesamten Bezirk folgten der Einladung zum diesjährigen Bezirksjägertag. Bezirksjägermeister Alois Selker zeigte sich erfreut über den großen Zuspruch und begrüßte neben der zahlreich erschienenen Jägerschaft auch hochrangige Ehrengäste aus Politik und Verwaltung. Der Bezirksjägertag stand ganz im Zeichen des Mottos „Weil Jagd mehr ist!“ und stellte damit die vielfältigen Aufgaben, Werte und Herausforderungen der modernen Jagd in den Mittelpunkt.

Mit Charme, Souveränität und persönlicher Note führte Julia Selker, Tochter des Bezirksjägermeisters, durch das umfangreiche und abwechslungsreiche Programm. Den würdevollen Auftakt bildete das Totengedenken für die verstorbenen Weidmänner des Bezirkes. Stadtpfarrer Mag. Eduard Bachleitner erinnerte in seinen Worten an die Verbundenheit der Jägerschaft mit Tradition, Natur und Verantwortung und mahnte zum respektvollen Umgang mit Schöpfung und Mitmenschen.

Unter den Ehrengästen konnte Bezirksjägermeister Alois Selker Landtagsabgeordneten Florian Grünberger, Bezirkshauptmann-Stellvertreter Mag. Ernst Maier sowie Bezirksbauernkammer-Obmann Franz Höller begrüßen. In ihren Grußworten würdigten sie die Bedeutung der Jagd als unverzichtbaren Bestandteil eines funktionierenden Natur- und Lebensraummanagements sowie die enge Zusammenarbeit zwischen Jägerschaft, Landwirtschaft und Behörden.

Im Anschluss berichtete Bezirksjägermeister Alois Selker gemeinsam mit seinen Kollegen aus dem Bezirksjagdausschuss ausführlich über das nahezu abgeschlossene Jagdjahr. Bernhard Wagner (Geschäftsführer Stv.) gab Einblicke in die Finanzen und die Aus- und Weiterbildung, JL Hannes Gruber (Bezirkshundereferent) berichtete über Ausbildung, Prüfungen der Jagdhunde und über das neue Hundehaltegesetz, Michael Moritz (Pressereferent) informierte über Öffentlichkeitsarbeit und Medienpräsenz, während Patrick Karigl (Referent für Brauchtum und Kultur) die Bedeutung jagdlicher Traditionen und deren Pflege hervorhob. Auch Ernst Siegesleitner (Obmann der Pramtaler Jagdhornbläser) berichtete über die zahlreichen Einsätze der Jagdhornbläser und lobte seine Kollegen für ihr Engagement Die Berichte zeigten eindrucksvoll die große Bandbreite der ehrenamtlichen Arbeit innerhalb der Bezirksjägerschaft.

Ein fachlicher Höhepunkt war der Vortrag von Ing. DI (FH) Rudolf Auinger M.Sc., der die vorbildliche Erfüllung der Abschusspläne im Bezirk Schärding darstellte. Anhand fundierter Zahlen und Fakten zeigte er auf, dass sich die konsequente und verantwortungsvolle Bejagung positiv auf den Zustand der Wälder auswirkt. Der Bezirk befinde sich, so Auinger, in einem zukunftsträchtigen Gleichgewicht zwischen Wald und Wild, das es auch in den kommenden Jahren zu sichern gelte.

Ein besonders feierlicher Höhepunkt des Bezirksjägertages war die Ehrung verdienter Jäger, die für ihre 50-jährige Jagdausübung mit dem goldenen Bruch ausgezeichnet wurden. Darüber hinaus fanden weitere Auszeichnungen für 60- sowie 70-jährige Jagdausübung statt.

Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete das vielbeachtete Fachreferat von Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner. In seinen Ausführungen widmete er sich dem zunehmenden Einzug moderner Technik in den jagdlichen Alltag. Er zeigte sowohl die Chancen als auch die Risiken technischer Entwicklungen auf und ging dabei insbesondere auf die Nachtzieltechnik ein. Sieghartsleitner mahnte, dass trotz aller technischen Möglichkeiten die Weidgerechtigkeit stets oberstes Gebot bleiben müsse und ethische Grundsätze nicht durch technische Hilfsmittel ersetzt werden dürfen.

Musikalisch umrahmt wurde der Bezirksjägertag von den Pramtaler Jagdhornbläsern, die mit ihren traditionellen Weisen für einen feierlichen und würdigen Rahmen sorgten. Der Bezirksjägertag 2026 in Schärding zeigte eindrucksvoll, dass Jagd weit mehr ist als das Erlegen von Wild – sie ist gelebte Verantwortung für Natur, Kultur und Gemeinschaft.

   
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