Jagd ist Verantwortung für Wild und Lebensraum

Leitbild

Leitbild des OÖ. Landesjagdverbandes

(1) Der Oö. Landesjagdverband, in der Folge kurz "Verband" genannt, ist die auf Grund des § 78 des Oberösterreichischen Jagdgesetzes, LGBl. Nr. 32/1964, zur Vertretung der Interessen der Jägerschaft und der Jagd eingerichtete Körperschaft des öffentlichen Rechts. Er ist zur Führung des Landeswappens berechtigt.

Das Leitbild des OÖ. Landesjagdverbandes begründet sich im §1 des Oö. Jagdgesetzes, das heißt, dass…..

a) das Jagdrecht aus dem Grundeigentum erfließt und mit diesem verbunden ist,
b) die Jagd in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Grundsätzen der Weidgerechtigkeit unter Bedachtnahme auf die Interessen und auf die Vorrangstellung der Landeskultur nach den Bestimmungen des Oö.Jagdgesetzes ausgeübt wird,
c) das Jagdrecht die ausschließliche Befugnis oder Verpflichtung umfasst,
das Wild im Jagdgebiet zu hegen,
das Wild im Jagdgebiet zu fangen, zu erlegen und sich anzueignen und
sich im Jagdgebiet verendetes Wild, Fallwild und Abwurfstangen und sich in bestimmten Fällen das Gelege des Federwildes anzueignen.

Das Leitbild unterstützt die Aufgaben des Verbandes und fördert das Verständnis um die Freude an der heimischen Jagd.
Aufgabe des Verbandes ist in erster Linie die Pflege und Förderung der Jagd und der Jagdwirtschaft, die Hebung und Erhaltung eines der land- und forstwirtschaftlichen Bodenkultur angemessenen, artenreichen und gesunden Wildstandes sowie die Vertretung der Interessen aller oberösterreichischen Jägerinnen und Jäger.

Jagen heißt auch, eintreten für einen gesunden Lebensraum für Wildtiere und Menschen.

Zur Umsetzung dieses Auftrages obliegt dem Verband die Besorgung folgender Aufgaben:

a) das Weidwerk und die Jagdwirtschaft zu pflegen und zu fördern:
Weidwerk, Jagdkultur und nachhaltige Jagdwirtschaft werden als Ergebnis der Zusammenarbeit mit den Waldbesitzern und Grundeigentümern, mit den Jagd- und Forstbehörden und den land- und forstwirtschaftlichen Interessensvertretungen ermöglicht. In der Kontaktpflege mit der nichtjagen Bevölkerung, den Schulen und Universitäten, den Natur-Tier-und Umweltschutzorganisationen und alpinen Vereinen wird der Weg einer fruchtbaren Zusammenarbeit im Sinne einer sinnvollen Lebensraumgestaltung für Wildtiere und Menschen gesucht und gegangen.
Nicht zuletzt bietet eine moderne Geschäftsstelle eine umfassende Serviceleitung, auch was den Versicherungsschutz, die Rechtsberatung, den Rechtsbeistand und die Revierberatung anbelangt.
b) über behördliche Aufforderung fachliche Gutachten zu erstatten:
Anerkannte Fachleute, Wildbiologen und Experten aus dem Verbandsbüro und aus den Organen des Verbandes erstellen bestens erarbeitete, stets begründete Gutachten und Beiträge.
c) die Mitglieder in allen Zweigen der Jagd zu unterweisen und auszubilden:
Die  praxisnahe Aus-und Weiterbildung, beginnend mit der Vorbereitung auf die Jagdprüfung und die fachliche Ausbildung von Jagdschutzorganen und Berufsjägern sowie die Schulung der Führungskräfte, der Bildungsverantwortlichen und der gesamten Jägerschaft sowie der interessierten Nichtjagenden werden über das Jagdliche Bildungs- und Informationszentrum Schloss Hohenbrunn (JBIZ) laufend angeboten und gefördert. Kurse und Seminare für Ausbildner und Prüfer auf wissenschaftlich fundiertem Lehrmaterial finden großen Anklang und gewährleisten einen breiten, übereinstimmenden Ausbildungsstand. Die Bezirksgruppen bieten intensive und interessante Ausbildungskurse auf der Grundlage eines landeseinheitlichen  Rahmenlehrplanes an.
d) für die Mitglieder eine Gemeinschafts-Jagdhaftpflichtversicherung gegen Personen- und Sachschäden abzuschließen:
Die Jagdhaftpflichtversicherung wird ständig beobachtet und auf einem aktuellen Stand gehalten, um den Mitgliedern einen höchstmöglichen Schutz zu bieten.
e) die fachliche Ausbildung der Berufsjäger und der Jagdschutzorgane zu fördern:
Der fachlichen Ausbildung wird insbesondere im Rahmen des Bildungszentrums ein hoher Stellenwert beigemessen.
f) die Jagdwissenschaft zu fördern:
Der ständige Kontakt und die Begleitung durch universitäre Persönlichkeiten und Wildbiologische Institute wird ebenso ständig gepflegt, wie die Förderung von Wissenschaft und Forschung. Der OÖ Landesjagdverband fördert Forschungsaufträge und die Erstellung von wissenschaftlichen Studien.
g) die Jagdhundezucht und die Ausbildung in der Jagdhundeführung zu pflegen und zu fördern:
Das Jagdhundewesen ist von den Bezirksgruppen herauf gut durchorganisiert und überschaubar gefördert. Der bzw. die Landeshundereferenten und die Bezirkshundereferenten betreuen die Mitglieder und ihre Hunde während der Welpen-Junghunde und Gebrauchshundezeit.  Die Ausbildung und das ständige Einüben des vierbeinigen Helfers zur Vorbereitung auf seinen praktischen Einsatz ist ein  wesentlicher Bestandteil der jagdlichen Tätigkeit eines Jagdhundeführers.
h) Maßnahmen zur Hintanhaltung und Tilgung von Wildseuchen zu fördern oder bei den zuständigen Behörden zu beantragen:
Die Jägerinnen und Jäger unterstützen die Behörden des Landes bei zahlreichen Maßnahen, wie bei der Bekämpfung von Tollwut, Räude, Fuchsbandwurm usw.
i) dem Jagdschrifttum besonderes Augenmerk zu widmen:
Nicht nur dem vierteljährlichen Erscheinen des Mitteilungsblattes “Der OÖ Jäger”, auch der Bereitstellung und Publikation interessanter, vielfältiger Literatur im Print- und Videowesen, auch einer laufenden brieflichen Information und dem Medienwesen wird große Beachtung geschenkt, wie auch das einladende Angebot der gegenständlichen Homepage zeigt.
j) Jäger-und Jagdveranstaltungen abzuhalten:

Zahlreiche Jagdausstellungen, Revierführungen, Lehrgänge, Vorträge und Publikationen, Kulturveranstaltungen der Jagdhornbläser und des Bildungszentrums, Gesellschaftliche Schwerpunkte und verschiedenste Präsentationen werden das Jahr über im ganzen Land angeboten.
k) um die Jagd verdiente Personen zu ehren:
Das ehrenamtliche und uneigennützige Wirken um die Oberösterreichische Jagd wird mit Verbandsauszeichnungen und öffentlichen Ehrungen gewürdigt.
l) für die Erhaltung der bodenständigen jagdlichen Sitten und Gebräuche einzutreten:
Jagdliche Sitten und Gebräuche werden als Bestandteil der Weidgerechtigkeit in zeitgemäßer Form gepflegt und weitergegeben. Der so genannten Anständigkeit und Glaubwürdigkeit im Umgang mit der Jagd, dem Wild und seinen Lebensräumen wird große Beachtung und Bedeutung beigemessen. Das Jagdmuseum Schloss Hohenbrunn wird von der OÖ Jägerschaft
fürsorglich gepflegt und für den Besucher stets interessant und ansprechend gestaltet.

Die oberösterreichischen Jägerinnen und Jäger stehen für:

Den Erhalt einer artenreichen wildlebenden Tierwelt.
Die Schaffung und die Erhaltung eines gesunden Lebensraumes für Wildtiere und Menschen.
Die Förderung des Verständnisses für Wildtiere und deren Lebensräume.
Die Förderung eines umweltbewussten Freizeitverhaltens der Gesellschaft und eines Miteinanders aller Naturnutzer.
Die Anpassung der Schalenwildbestände an die wirtschaftlich tragbare Biotopkapazität.
Die Schaffung von Wildruhezonen im Wald und von Deckung, Einstand und Äsung in der freien Landschaft.
Die Verbesserung der Lebensbedingungen für Fauna und Flora durch gezielte Biotopmaßnahmen.
Die Minderung der Mähverluste und Verkehrsunfälle durch Aufklärung und Schutzmaßnahmen.
Die artgerechte Fütterung zu Notzeiten.
Die Erhaltung der Fangjagd.
Die bleibende Bindung des Jagdrechtes an Grund und Boden.
Den Erhalt des bewährten Revierjagdsystems.
Den Erhalt eines jagdverträglichen Waffenrechts.
Die Beistellung von bestem und med. unbehandeltem Wildbret als köstliches Nahrungsmittel.
Den Ausbau und den Betrieb des “Jagdlichen Bildungs-und Informationszentrums (JBIZ) Hohenbrunn.

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