Jägerschaft Ort im Innkreis schafft Drohne zur Wildtierrettung an

Jägerschaft Ort im Innkreis schafft Drohne zur Wildtierrettung an, OÖ LJV

Mit großem Engagement, moderner Technik und einer engen Zusammenarbeit zwischen Jägerschaft und Landwirtschaft hat die Jagdgesellschaft Ort im Innkreis ein erfolgreiches Drohnenprojekt zur Wildtierrettung umgesetzt.

Ortsbauernobmann Andreas Doblhammer mit Projektinitiator Manuel Partinger.

Bereits in den ersten Monaten konnten durch den Einsatz einer Wärmebilddrohne viele Rehkitze, Junghasen sowie zahlreiche Bodenbrüter vor dem Mähtod bewahrt werden. Ausgangspunkt des Projekts war die Überlegung, die Wildtierrettung zeitgemäß und effizienter zu gestalten. Gleichzeitig sollte die Zusammenarbeit mit den Grundeigentümern und Landwirten weiter gestärkt werden. Nach intensiven Diskussionen innerhalb der Jagdgesellschaft fiel im März 2026 die Entscheidung für die Anschaffung einer Drohne mit Wärmebildtechnik.

Das Projekt wurde von Beginn an breit getragen. Neben den 31 Mitgliedern der Jagdgesellschaft waren Gemeinderat, Gemeindejagdvorstand, Raiffeisenbank, zwei Feuerwehren sowie zahlreiche Landwirte und Grundeigentümer eingebunden. Elf Mitglieder absolvierten den erforderlichen Drohnenführerschein und wurden in mehreren Praxisterminen für die Einsätze geschult. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Bis Mitte Juni wurden bereits 29 Drohneneinsätze durchgeführt. Dabei investierte die Jägerschaft rund 300 ehrenamtliche Arbeitsstunden. Neben vielen geretteten Rehkitzen konnten auch etwa 65 Fasanhennen mit ihren Küken geschützt sowie 64 Fasaneier geborgen und erfolgreich ausgebrütet werden.

Die Wildtierrettung dient dabei nicht nur dem Tier- und Naturschutz. Durch das rechtzeitige Auffinden von Rehkitzen und anderem Wild wird verhindert, dass Tiere bei Mäharbeiten verletzt oder getötet werden und in das Futter für Nutztiere gelangen. Solche Verunreinigungen können gefährliche Krankheiten wie Botulismus begünstigen und stellen ein erhebliches Risiko für Rinderbestände und andere Nutztiere dar. Das Projekt verbindet somit Wildtierschutz, Tiergesundheit und Lebensmittelsicherheit auf vorbildliche Weise.

Finanziert wurde das Projekt durch Eigenmittel der Jagdgesellschaft sowie Zuschüsse der Gemeinde Ort im Innkreis, des Gemeindejagdvorstandes und der Raiffeisenbank. Insgesamt belief sich der Projektaufwand auf rund 6.900 Euro, wovon 40,5 % durch Förderungen gedeckt werden konnten.

Die Landwirte informierten die Jagdgesellschaft großteils mehrere Tage vor den Mäharbeiten, wodurch die Einsätze in den frühen Morgenstunden effizient geplant werden konnten. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie moderne Technik, ehrenamtliches Engagement und gute Kommunikation einen wertvollen Beitrag zum Natur- und Tierschutz leisten können. Projektinitiator Manuel Partinger zieht ein positives Fazit: „Mit großem Engagement, Überzeugungskraft und einer konstruktiven Kommunikation ist es uns gelungen, ein Projekt zu realisieren, das sich sehen lassen kann. Am Ende gibt es dabei nur Gewinner.“ Die Jagdgesellschaft Ort im Innkreis sieht das Drohnenprojekt als langfristige Investition in den Wildtierschutz und als starke Verbindung zwischen Jagd, Landwirtschaft und Gesellschaft.

Die Natur sagt Weidmannsdank!

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