Neuer wertvoller Lebensraum für Wildtiere in Eizendorf

Von 24.07.2026 bis 24.07.2026
Rettungshügel Wildtiere, Bezirk Perg

Wo einst der traditionsreiche Gasthof Kühberger – besser bekannt als „Wirt z’Eizendorf“ – das gesellschaftliche Zentrum der Ortschaft war, entsteht heute ein Ort, der ganz im Zeichen des Natur- und Artenschutzes steht. Nach dem Abriss des ehemaligen Gasthofs hat die Familie Kühberger, allen voran Max Kühberger, die frei gewordene Fläche genutzt, um ein nachhaltiges Projekt für Wildtiere, Insekten und zahlreiche weitere Arten zu verwirklichen.

Der „Wirt z’Eizendorf“ war über Jahrzehnte weit mehr als ein Gasthaus. Er war ein beliebter Treffpunkt für die Menschen aus der Region, eine geschätzte Einkehr für Radfahrer entlang des Donau-Radwegs und seit jeher insbesondere ein beliebter Stammtisch für Jäger. Die Familie Kühberger war stets eng mit der Natur und Jagd verbunden. Der respektvolle Umgang mit Wild und Landschaft sowie der Erhalt heimischer Lebensräume waren den Wirtsleuten schon immer ein großes Anliegen – Werte, die bis heute weitergetragen werden.

Mit den Veränderungen im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahmen im Machland und den Absiedelungen musste auch das traditionsreiche Wirtshaus weichen. Nach dem Abriss des Gebäudes verschwand zwar ein Stück Ortsgeschichte, doch an seine Stelle trat ein Projekt mit nachhaltigem Mehrwert für die Natur.

Im Mittelpunkt steht ein neu angelegter Rettungshügel für Wildtiere, der bei Hochwasser als sichere Rückzugsmöglichkeit dient. Gerade im Machland, wo Überschwemmungen seit jeher zur Landschaft gehören, kann ein solcher erhöhter Bereich für Rehe, Hasen, Fasane und zahlreiche Kleintiere überlebenswichtig sein.

Darüber hinaus wurden Stein- und Totholzstrukturen geschaffen, die Eidechsen und anderen Reptilien wertvolle Sonnenplätze sowie geschützte Verstecke bieten. Auch viele Insekten profitieren von den neu entstandenen Lebensräumen, wodurch wiederum Vögel und andere Wildtiere bessere Nahrungsbedingungen vorfinden.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Projekts ist die standortgerechte Bepflanzung. Die dafür verwendeten heimischen Sträucher und Pflanzen wurden vom Oberösterreichischen Landesjagdverband zur Verfügung gestellt. Sie bieten Nahrung, Deckung und Nistmöglichkeiten für zahlreiche Tierarten und fördern gleichzeitig die Artenvielfalt. Direkt angrenzend befinden sich zudem Streuobstwiesen, die das ökologische Gesamtbild abrunden. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie sich jagdliche Hege und moderner Naturschutz sinnvoll ergänzen.

Was früher ein Ort der Begegnung für Menschen war, ist heute ein Rückzugsort für die Tierwelt. Mit viel Weitblick und persönlichem Einsatz hat die Familie Kühberger den ehemaligen „Wirt z’Eizendorf“ in ein kleines Naturparadies verwandelt. So lebt die jahrzehntelange Verbundenheit der Familie zur Natur auf besondere Weise weiter – als wertvoller Lebensraum für Wildtiere, Reptilien, Insekten und viele andere Arten.

   
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