Kinderstube Natur

Kinderstube Natur, OÖ LJV

Frühling bringt Nachwuchs beim Feldhasen- Rücksicht auf Jungwild und Natur

Bild: A.Gasselsberger/honorarfrei
Bildtext: Um junge Wildtiere zu schützen, gilt es auf den Wegen zu bleiben und Hunde unter Kontrolle zu halten und anzuleinen

 

Mit dem Frühling beginnt in der Natur eine besonders sensible Zeit: Viele Wildtiere bringen jetzt ihren Nachwuchs zur Welt. Auch beim Feldhasen ist bereits seit Wochen reger Liebesbetrieb zu beobachten. „Schon ab Jänner kommt es – je nach Witterung – zu den typischen Verfolgungsjagden und Paarungskämpfen der Hasen. Dabei queren die Tiere oft auch Straßen“, erklärt Bezirksjägermeister Sepp Rathgeb aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung.

Der erste Nachwuchs wird meist bereits ab Ende Februar geboren.

Die jungen Feldhasen verbringen den Großteil des Tages allein in kleinen Mulden am Boden. Das führt immer wieder zu Missverständnissen bei Spaziergängern. „Viele Menschen glauben, die Tiere seien verlassen. In Wirklichkeit werden sie von der Häsin sehr wohl versorgt“, so Rathgeb.

Feldhasenmütter säugen ihre Jungen in der Regel nur einmal täglich, meist in der Nacht. In dieser kurzen Zeit nehmen die Jungtiere genügend energiereiche Milch auf, um den gesamten Tag auszukommen. Dieses Verhalten dient dem Schutz vor Fressfeinden, da häufige Besuche der Mutter Beutegreifer wie den Fuchs anlocken könnten.

Immer wieder kommt es jedoch vor, dass gut gemeinte Tierliebe dazu führt, dass Junghasen mitgenommen oder berührt werden. Das ist gesetzlich verboten.  „Bitte lassen Sie junge Feldhasen unbedingt an Ort und Stelle. Die Hasenmutter kommt verlässlich zurück“, ersucht Rathgeb Naturnutzer um Achtsamkeit in der Natur.

Gerade jetzt bitten die Jägerinnen und Jäger im Bezirk Urfahr-Umgebung um besondere Rücksichtnahme in der Natur. Spaziergänger, Läufer und Radfahrer sollten auf den Wegen bleiben, Hunde unter Kontrolle halten oder anleinen.

„Der Frühling ist eine wichtige Zeit für viele Wildtiere. Mit etwas Aufmerksamkeit und Rücksicht können wir alle dazu beitragen, dass der Nachwuchs ungestört aufwachsen kann“, so Bezirksjägermeister Sepp Rathgeb.

 

   
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