Bezirksjägertag in Grieskirchen

Rund 1.000 Jäger ziehen Bilanz über Jagdjahr
Beim Bezirksjägertag in Grieskirchen hat die Jägerschaft das vergangene Jagdjahr bilanziert. Rund 1.000 Jägerinnen und Jäger aus 35 Jagdgesellschaften kümmern sich im Bezirk um Wildbestand und Lebensräume. Thema war auch der Einfluss des vergangenen Winters auf den Wald.
Beim Bezirksjägertag im Bezirk Grieskirchen trifft sich die regionale Jägerschaft jedes Jahr zum Austausch. Vertreter aus Politik, Behörden und Jagdgesellschaften ziehen dabei Bilanz über das vergangene Jagdjahr.
Im Bezirk engagieren sich rund 1.000 Jägerinnen und Jäger in 35 Jagdgesellschaften. Sie kümmern sich um Wildbestand, Lebensräume und den Ausgleich zwischen Wald und Landwirtschaft.
Bezirksjägermeister Adolf Haberfellner betont die Zusammenarbeit mit den Behörden. Die Abschusspläne seien im vergangenen Jahr erfüllt worden. Das zeige, dass die Abstimmung im Bezirk funktioniere.
Auch Bezirkshauptmann Christoph Schweitzer hebt diese Zusammenarbeit hervor. Sie sei eine wichtige Grundlage für ein geordnetes Wildtiermanagement.
Winter sorgt für mehr Verbiss im Wald
Der vergangene Winter stellt die Jägerschaft jedoch vor Herausforderungen. Wenig Schnee, aber vereiste Flächen erschweren die Nahrungssuche für das Wild.
Herbert Sieghartsleitner, Landesjägermeister von Oberösterreich, erklärt: „Wenn das Wild auf vereisten Flächen kaum Nahrung findet, zieht es sich stärker in den Wald zurück.“ Dort könne es vermehrt zu Verbissschäden kommen.
Trophäenschau zeigt besonderen „Lebensbock“
Ein traditioneller Höhepunkt des Bezirksjägertages ist die Trophäenschau. Dabei werden besondere Stücke aus den Revieren präsentiert.
Besonders auffällig ist heuer ein sogenannter „Lebensbock“ aus dem Revier Michaelnbach. Ein gerader „Achter“. Gerhard Krennmair, Jagdleiter der Jagdgesellschaft Michaelnbach, hat das Tier über Jahre hinweg beobachtet und gehegt.
Immer mehr junge Menschen interessieren sich für Jagd
Die Jagd spricht auch junge Menschen an. Immer mehr Jungjägerinnen und Jungjäger absolvieren die Ausbildung.
Auch Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander, selbst Jägerin, betont die Bedeutung der Nachwuchsarbeit. Sie sieht in der Jagd eine wichtige Aufgabe für Natur- und Lebensraum.
Für viele bleibt die Jagd auch eine Gemeinschaft. Jäger aus dem Bezirk pflegen seit Jahren Kontakte in andere Regionen. So bestehen etwa Freundschaften bis nach Kärnten, wie Jagdgast Franz Schuster aus Weißenstein berichtet.
Der Bezirksjägertag macht damit deutlich: Jagd bedeutet Verantwortung – für Natur, Wild und die Gemeinschaft.






