Ein Sommer wie damals?

Sonnenuntergang

Noch wirken in uns die vielen Eindrücke eines Sommers, fast wie damals. Große Erleichterung über die langsam zurückkehrende Normalität (nach der Pandemie) in unserem Leben.

Eine Rehbrunft, wie wir sie lieben, wie früher, hat wieder unsere Jägerherzen höherschlagen lassen. Vorfreude auf die Hirsch- und anschließende Gamsbrunft, in unseren Bergjagden und die bevorstehende Herbstjagdzeit in unseren so reizvollen Oberösterreichischen Niederwildrevieren nähren unsere jagdlichen Erwartungen.

Einzigartige und vielfältige Erlebnisse erfüllen uns Jägerinnen und Jäger jedes Jahr aufs Neue.
Und doch spüren wir, es bleibt nicht „wie damals“. Unsere Gesellschaft steht vor großen Aufgaben auch ohne Pandemie. Der Klimawandel mit allen bekannten und unbekannten Folgen, globale gesellschaftliche Veränderungen und regionale Umstände beeinflussen auch die Jagd. Politische Positionierungen, wie die nationale Biodiversitätsstrategie als Teil des europäischen Green-Deals, die kompromisslose Integration des Wolfes in unsere Kulturlandschaft und Lebensweisen u.v.m. stellen uns Jägerinnen und Jäger vor völlig neue Situationen und Probleme. Solche Entwicklungen werden weitergehen und wir haben sehr gründlich zu prüfen, ob wir uns darauf einstellen können oder dagegen eine starke Opposition, also Widerstand mit notwendigen Allianzen finden müssen. Aufbauend auf unsere besondere alpenländische Jagdkultur mit den Werten, Traditionen und Besonderheiten, überlegen wir beim OÖ Landesjagdverband sehr gründlich die entsprechenden Entwicklungsschritte. Es gilt für uns Jägerinnen und Jäger manch notwendige Anpassung umzusetzen, die Jagd weiterzuentwickeln und zeitgemäße, humanitäre und wissenschaftliche Erkenntnisse in die Jagd der Zukunft einfließen zu lassen.
Individualität zu wahren und trotzdem Geschlossenheit zu erhalten, stellt in unserer Zeit eine schwierige Aufgabenstellung dar. Beim Blick in die Zukunft wird klar, die Jagd und damit wir Jägerinnen und Jäger werden besonders gefordert sein. Es wird keine Zukunft „wie damals“. Es liegt an uns, unsere große Leidenschaft, unsere Freude an der Jagd, so in der Gegenwart zu leben und so in die Zukunft zu tragen, dass wir nicht als reine Dienstleister verkommen und wahrgenommen werden.

Erfüllung und Glück, Dankbarkeit und Zufriedenheit werden auch weiterhin der Antrieb für unser vielfältiges Wirken als Oö Jäger sein; für unsere Lebensräume, die Natur, für unser Wild und unsere geliebte Jagd.

Weidmannsheil

Euer

Herbert Sieghartsleitner
Landesjägermeister

   
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